Juli 2006

Herold der Versöhnung

Von Erich Maria Fink und Thomas Maria Rimmel

Papst Benedikt XVI. tritt als Bote der Versöhnung vor die Völker dieser Welt. Was ermöglicht den Menschen, ihre Herzen wieder füreinander zu öffnen und sich zu einigen? Es ist für Benedikt XVI. vor allem die Wahrheit. Mit seinem klaren Geist wagt der Papst, die Dinge beim Namen zu nennen und durch einen ehrlichen Blick auf Gegenwart und Vergangenheit das Böse zu entwaffnen und dem Guten Kraft zu verleihen. In Auschwitz ging es ihm weder um billige Entschuldigungen, noch um ein Leugnen unserer heutigen Verantwortung für das, was geschehen ist, sondern um ein gerechtes Verstehen der Geschichte – aus der Sicht unserer menschlichen Gefühle wie im Horizont des Glaubens. weiter...


Die katholische Basis für die Begegnung mit dem Islam

Von Weihbischof Andreas Laun, Salzburg

Es ist längst müßig zu fragen, ob wir Europäer die Muslime bei uns haben wollen oder nicht. Sie sind längst da und sie wachsen jeden Tag an Zahl. Viele von ihnen besitzen schon den Pass eines europäischen Landes, und auch als neue Europäer werden sie ständig mehr. Sie sind da, und die Frage lautet nur noch: Wie gehen wir mit ihnen um? Weihbischof Dr. Andreas Laun zeigt die „katholischen Voraussetzungen“ für die Begegnung mit dem Islam auf. Die Lehre, welche die Kirche zu dieser aktuellen Frage entwickelt hat, bezeichnet er als „eines der ganz großen Verdienste des 2. Vatikanischen Konzils und ein Geschenk der katholischen Kirche an die Menschheit“. weiter...


Vor 150 Jahren: Religionsfreiheit in der Türkei

Von Rudolf Grulich

Auf ein Jubiläum besonderer Art macht Professor Dr. Rudolf Grulich mit seinem Beitrag über den Krimkrieg und die Religionsfreiheit der Christen in der Türkei aufmerksam. Vor 150 Jahren nämlich garantierte der Sultan für alle Untertanen des Osmanischen Reichs Religionsfreiheit. Dies ist umso bemerkenswerter, als er damals auch zugleich Kalif, d.h. Oberhaupt der Muslime war. Der Artikel zeigt eindrucksvoll, dass das politische Ringen um die „Europatauglichkeit“ der Türkei gar nicht so neu ist – allerdings mit einem Unterschied: Damals kämpften die europäischen Staaten mit allen diplomatischen Mitteln für den Schutz der Christen sowie die Möglichkeit für Muslime, zum Christentum zu konvertieren. Nach der entsprechenden Proklamation erklärte der russische Zar, damit sei „das Osmanische Reich in den allgemeinen Verband der europäischen Staaten eingetreten“. weiter...


Ist der Islam „europa-reif“?

Von Weihbischof Andreas Laun, Salzburg

Angesichts der zunehmenden Zahl von Muslimen in Europa stellt sich die Frage: Wie regeln wir in Zukunft unser Zusammenleben? Die Antwort auf diese Frage setzt die Antwort auf eine andere Frage voraus, die da lautet: Wer sind die Muslime, was ist Islam? Darüber, so fordert Weihbischof Dr. Andreas Laun, muss offen und ehrlich diskutiert werden. Ansonsten könne das Projekt eines „europäischen Islam“ nicht gelingen. Laun nämlich ist überzeugt: „Der Islam ist, so wie er sich heute darstellt, nicht kompatibel mit Europa, mit seinen christlichen Werten und mit seiner Kultur.“ weiter...


Europa und die islamische Kultur

Von Weihbischof Andreas Laun, Salzburg

Wie kann Europa ein friedliches und gerechtes Zusammenleben mit der islamischen Kultur finden? Europa ist geistig bestimmt einerseits durch das Christentum, vor allem durch die katholische Kirche, andererseits seit rund 200 Jahren durch den immer aggressiver werdenden Laizismus. Weihbischof Dr. Andreas Laun geht der Frage nach, wie sich ein solches Europa für die Begegnung mit dem Islam wappnen kann. Dabei beleuchtet er die Schwachstellen und Fehlentwicklungen, denen es entgegenzuwirken gilt. weiter...


Gegen die Geschichtsfälschung Dan Browns

Von Manfred Hauke

Im Juni erschien ein empfehlenswertes Taschenbuch zu Dan Browns „Sakrileg“. Es bietet eine geeignete Argumentationshilfe gegen den überaus erfolgreichen Roman, der mittlerweile die Kinosäle erreicht hat und die Menschen mit haarsträubenden Geschichtslügen gegen die Kirche aufbringt. Professor Dr. Manfred Hauke (Theologische Fakultät Lugano) gibt einen ersten Einblick in das Werk, das zuerst auf Italienisch veröffentlicht wurde, aber auch in anderen Sprachen erscheint (Französisch und Russisch). weiter...


Glaubenszeichen – Kunst im Leben der Kirche

Von Bernd Cassau

Im Jahr 1999 eröffnete der Goldschmiedemeister Bernd Cassau aus Paderborn in einem historischen Gewölbekeller ein „Museum für sakrale Kunst“. Bereits in jungen Jahren hatte er damit begonnen, Exponate, vornehmlich liturgische Geräte, zu sammeln. Neben altehrwürdigen Stücken enthält die Sammlung auch eigene Arbeiten des Künstlers. weiter...