Januar 2017

Zur Vitalität einer Botschaft

Wie aktuell ist Fátima?

Von Dorothea und Wolfgang Koch

Bei seinem Besuch in Fatima am 13. Mai 2010 sagte Papst Benedikt XVI.: „Wer glaubt, dass die prophetische Mission Fatimas beendet sei, der irrt sich.“ An diesen Worten knüpfen Wolfgang und Dorothea Koch an, um die Aktualität der Fatima-Botschaft für unsere Zeit herauszustellen. Sie vergleichen die Nachkriegszeit unter Konrad Adenauer, in der Deutschland nicht nur äußerlich in Trümmern lag, sondern auch geistlich-religiös zusammengebrochen war, mit der Glaubenskrise und dem neoliberalistischen Säkularismus der Gegenwart. Wie der marianische Aufbruch vor 70 Jahren eine vollkommen unerwartete Wende herbeigeführt habe, so sehen sie das mütterliche Eingreifen Mariens in Fatima vor 100 Jahren auch als Angebot für die krisengeschüttelte Welt von heute. Dabei bringen sie die Verheißung der Gottesmutter vom Triumph ihres Unbefleckten Herzens in Erinnerung, deren Erfüllung noch ausstehe. Selbst Benedikt XVI. habe in seiner Predigt 2010 öffentlich bekundet, wie sehr er sich nach diesem Sieg zu Ehren der Allerheiligsten Dreifaltigkeit sehne. Insbesondere aber bauen Wolfgang und Dorothea Koch auf das Wort von Schwester Lucia aus dem Jahr 1940: „Deutschland wird noch in den Schafstall des Herrn zurückkehren; … und die Herzen Jesu und Marias werden dann mit Glanz herrschen.“ weiter...


Papstbotschaft zum Weltfriedenstag 2017

Ist Gewaltlosigkeit eine Illusion?

Von Papst Franziskus

Papst Franziskus zeigt in seiner Botschaft zum Weltfriedenstag am 1. Januar 2017 die „aktive Gewaltfreiheit“ als Weg zum Frieden auf. Jeder Gläubige sei gerufen, die eindeutige Forderung des Evangeliums nach Gewaltlosigkeit in seinem Leben umzusetzen. Was auf der Ebene des familiären Zusammenlebens beginne, müsse aber auch die Politik auf nationaler und internationaler Ebene prägen. Mit seinem Aufruf sieht sich Papst Franziskus ganz auf der Linie seiner Vorgänger. Einige Auszüge. weiter...


Zur Verehrung des Unbefleckten Herzens Mariens

Ganzhingabe an Gott mit Maria

Von Johannes Stöhr

Für den 24. Internationalen Mariologisch-Marianischen Weltkongress in Fatima (6.-11. September 2016) verfasste Professor Dr. Johannes Stöhr einen Beitrag zum Thema „Maria und die Kirche im Lichte der Botschaft von Fatima“. Am Ende wird die Bedeutung der Weihe an das Unbefleckte Herz Mariens behandelt, die als „Ganzhingabe an Gott mit Maria“ zu verstehen ist. Die von der Gottesmutter selbst gewünschte Weihe sei das von Gott angebotene Mittel zur Rettung der Seelen sowie der Weg zur Erneuerung von Kirche und Welt in unserer Zeit. Zur Veranschaulichung dient ein Weihegebet, das Papst Benedikt XVI. am 12. Mai 2010 in Fatima bei einer Begegnung mit Priestern gesprochen hat. Dabei äußerte der Papst die Bitte, dass „der Vater und der Sohn über uns den Heiligen Geist wie in einer neuen Sendung ausgießen“. Und er nannte Maria die „Fürsprecherin und Mittlerin der Gnaden“, die „ganz hineingenommen“ sei „in die einzige universale Mittlerschaft Christi“. weiter...


Länder dürfen nicht über ihre Kapazitäten aufnehmen!

Papst Franziskus zur Flüchtlingskrise

Von Papst Franziskus

Auf dem Rückflug von seiner Apostolischen Reise nach Schweden gab Papst Franziskus am 1. November 2016 im Flugzeug eine Pressekonferenz. Gleich zu Beginn ging es um die Flüchtlingsproblematik. Elin Swedenmark von der schwedischen Agentur TT stellte die Frage:

„Gestern haben Sie, Heiliger Vater, von der Revolution der Zärtlichkeit gesprochen. Gleichzeitig sehen wir, dass immer mehr Menschen aus Ländern wie Syrien oder dem Irak in den europäischen Ländern Zuflucht suchen. Einige aber reagieren mit Angst, oder es gibt sogar Menschen, die meinen, dass die Ankunft dieser Flüchtlinge die Kultur des Christentums in Europa bedrohen könnte. Was ist Ihre Botschaft für die Menschen, die sich vor dieser Entwicklung der Situation fürchten, und was ist Ihre Botschaft für Schweden, das nach einer langen Tradition der Aufnahme von Flüchtlingen nun beginnt, seine Grenzen zu schließen?“ weiter...


Plädoyer für eine christliche Diskussionskultur

Die Seele sehnt sich nach der Wahrheit

Von Weihbischof Andreas Laun

Vier herausragende Kardinäle haben Anfragen an das päpstliche Schreiben „Amoris laetitia“ veröffentlicht und damit heftige Diskussionen ausgelöst. Besorgt um die Einheit der Kirche geht Weihbischof Dr. Andreas Laun auf die angespannte Situation ein. Er ergreift in der Auseinandersetzung keine Partei, mahnt aber eine christliche Diskussionskultur an, die auf unsachliche Angriffe verzichtet. Einerseits fordert er das Recht auf Argumente ein, ohne die alles zum Stillstand komme, andererseits erinnert er an die Gewissenspflicht, sich auf der Suche nach der Wahrheit an der Lehre der Kirche zu orientieren. weiter...


Wie definiert man den Begriff „Sakrament“? (Luther verstehen – Teil 7)

Abkehr von der Siebenzahl der Sakramente

Von Andreas Theurer

Die Frage nach den Sakramenten hängt eng mit dem Verständnis des Priestertums zusammen. Ein wichtiges Beispiel ist das Bußsakrament. Dabei geht es um die Frage, ob mit dem apostolischen Amt die Vollmacht zur Sündenvergebung verbunden ist. Doch ist die Lehre von den Sakramenten auch eine Frage nach der Definition des Begriffs. Zum ersten Mal wurde er im heutigen Sinn vom Kirchenlehrer Hieronymus (347-420) verwendet. Doch die Lehre von der Siebenzahl bildete sich erst im 13. Jahrhundert klar heraus. Und bereits hundert Jahre später wurde dieses Denken vom englischen Theologen John Wyclif (um 1330-1384) angefochten. An ihn wiederum hatte sich Jan Hus (um 1370-1415) angelehnt, der als Vordenker und Wegbereiter der Reformation bezeichnet werden kann. Wie Martin Luther darauf aufbauend die Sakramente verstanden hat und wie sie heute von den Protestanten gesehen werden, darauf geht Andreas Theurer in der siebten Folge seiner Artikelserie zum Reformationsgedenken ein. weiter...


Katholische Kirche auf den Philippinen

„Kirche will mäßigend auf Regierung einwirken“

Interview mit Berthold Pelster

Die Philippinen haben in letzter Zeit aufgrund verbaler Ausfälle des neuen Präsidenten Rodrigo Duterte und des rigiden Vorgehens gegen Drogenabhängige für Schlagzeilen gesorgt. Berthold Pelster, Menschenrechtsexperte von „Kirche in Not“ Deutschland, hat kürzlich im Auftrag des Hilfswerks das Land besucht. Dabei hat er auch die andere Seite des Inselstaates erlebt: einen begeisternden Glauben, viel Willen zur Solidarität – aber auch große soziale Gegensätze. Im Interview gibt er Auskunft über seine Eindrücke. Tobias Lehner hat mit ihm gesprochen. weiter...


Das Christkönigs-Institut und seine Zeugen

Widerstand mit geistigen Waffen

Von Eduard Werner

Der Historiker Dr. Eduard Werner (geb. 1933) stellt in einem neuen Buch über 100 Glaubenszeugen vor, die ihr Leben für ihre christliche Überzeugung hingegeben haben. Unter dem Titel „Helden und Heilige in Diktaturen“ leuchtet auf erschütternde Weise der Widerstand der katholischen Kirche gegen den Nationalsozialismus im Dritten Reich auf. Wir haben daraus den Priester Dr. Max Joseph Metzger (Bild) mit seinem Christkönigs-Institut ausgewählt, durch das viele Katholiken einen klaren Blick für die Unvereinbarkeit der Ideologie Hitlers mit dem christlichen Glauben erhalten haben. Es gehört zu den dunklen Seiten der deutschen Nachkriegsgeschichte, dass das Todesurteil gegen Metzger erst 1997 nach verschiedenen juristischen Anläufen aufgehoben wurde. Das Seligsprechungsverfahren, das die Erzdiözese Freiburg 2006 eröffnet hatte, konnte 2015 auf diözesaner Ebene abgeschlossen werden. Derzeit wird die 6000 Seiten umfassende Dokumentation in Rom bearbeitet. weiter...


Priester sein zur Ehre Gottes und zum Heil der Seelen

Werkzeug der Liebe Gottes

Von Antony J. D‘Cruz

Dr. Antony D‘Cruz J. O.Praem. (geb. 1976) ist seit September 2016 als Pfarrvikar in der Pfarreiengemeinschaft Burkhardsreuth-Pressath-Schwarzenbach (Bistum Regensburg) tätig. Er kommt aus Kerala in Indien und gehört dem dortigen Prämonstratenser-Orden an. Seine Dissertation verfasste er im Fach Dogmatik, wobei er sich auf die Lehre der Kirche und ihrer Mission spezialisierte. Er beschreibt die entscheidenden Merkmale des priesterlichen Dienstes und legt damit auch ein ganz persönliches Zeugnis ab. weiter...


Mein Weg zum katholischen Glauben

Die Gottesmutter wurde ein Angelpunkt

Von Wolfgang Koch

Wolfgang Koch stammt aus einem liberal-protestantischen Elternhaus, ließ sich mit 14 Jahren in der evangelischen Kirche taufen und fand 1983 über die Priesterbruderschaft St. Pius X. zum katholischen Glauben. Sein Weg ist von der Auseinandersetzung mit der Situation geprägt, wie sie von den „68ern“ geschaffen worden ist und sich nicht nur politisch, sondern auch in den Bereichen Ehe, Familie, Schule, Wissenschaft und Kirche auswirkt. Koch hat in Physik promoviert und ist Privatdozent für Informatik an der Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Außerdem leitet er eine Forschungsabteilung der Fraunhofer-Gesellschaft in Wachtberg. Zusammen mit seiner Frau Dorothea brachte er 2013 das Buch „Konrad Adenauer: Der Katholik und sein Europa“ heraus. Er sehnt sich sehr nach einer Einigung der „Pius-Brüder“, seiner geistlichen Heimat, mit Rom. Seine Lebensgeschichte ist ein bewegendes Glaubenszeugnis. weiter...


Ein Lebensbericht aus Mexiko

Die Kapelle und das kleine Mädchen

Zeugnis aus der Lebensrechtsbewegung

Letztes Jahr meldete sich ein zurzeit in Mexiko lebender Deutscher bei der „Aktion Lebensrecht für Alle“ (ALfA), um dort Mitglied zu werden. Aus der schriftlichen Korrespondenz zwischen ihm und der ALfA-Bundesvorsitzenden Alexandra Linder entstand die Niederschrift einer beeindruckenden Lebensgeschichte. Sie entwickelte sich aus der einfachen Nachfrage heraus, warum er unbedingt noch von Mexiko aus in den Verband eintreten und nicht einfach warten wolle, bis er wieder in Deutschland lebe. Der folgende Text darf dankenswerterweise veröffentlicht werden. Doch bleibt der Autor zum Schutz seiner persönlichen Sphäre anonym. weiter...


Post Abortion Syndrome (PAS) bei Männern

Von Alexandra Linder

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Deutsche Hebammen als „Heldinnen des Lebens“ ausgezeichnet

Europäischer Ehrenpreis für das Leben

Von Arne Gericke MdEP

Der Europaabgeordnete Arne Gericke (Familienpartei) engagiert sich unermüdlich für den Lebensschutz. Er hat selbst einen Ehrenpreis vorgeschlagen, der europaweit an Personen vergeben werden soll, die sich überzeugt und mutig für die unantastbare Würde des menschlichen Lebens einsetzen. Der Preis trägt den bezeichnenden Namen „European Heroes of Life Award“. Vor kurzem konnte Arne Gericke zusammen mit der christdemokratischen, europäischen Partei ECPM den Preis zum ersten Mal verleihen. Die Wahl der von der ECPM zusammengestellten Jury ist eine echte Sensation. Denn der Preis ging an vier Geburtshelferinnen aus Sachsen, welche aus Gewissensgründen die Mitwirkung an Spätabtreibungen verweigert und damit den Verlust ihres Arbeitsplatzes in Kauf genommen haben. Ein starkes Bekenntnis für das Leben sowohl von Seiten der Hebammen als auch der christlichen Europa-Politiker. weiter...