Nachfolgend lediglich die Überschriften und Hinführungen zu den einzelnen Beiträgen.

Die letzten drei Nummern von Kirche heute sind jeweils noch nicht online gestellt.
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Mai 2017

Hans-Eduard Hengstenberg zur Verehrung des Herzens Mariens

Was besagt die Botschaft von Fatima?

Von Dorothea und Wolfgang Koch

In ihrem Beitrag fassen Dorothea und Wolfgang Koch die Bedeutung der Marienerscheinungen von Fatima zusammen. Sie bringen ein Büchlein in Erinnerung, das der weltbekannte Philosoph und Konvertit Hans-Eduard Hengstenberg 1948 verfasst hat. Indem sie sich an seinen Gedanken orientieren, zeigen sie die umfassende Dimension der Ereignisse von Fatima auf. Die Gottesmutter hat dort der Welt, die sich auf beängstigende Weise dem Abgrund nähert, einen Weg der Rettung angeboten. Angesichts einer „diabolischen Gender-Ideologie“ und einem bereits einsetzenden „schrecklichen Dritten Weltkrieg“, wie sich Papst Franziskus ausdrückt, ist die Botschaft aktueller denn je. So wird der Papst am 13. Mai 2017, dem 100. Jahrestag der ersten Erscheinung Mariens in Fatima, selbst den Ort des Geschehens besuchen und die beiden Seherkinder Jacinta und Francisco heiligsprechen. weiter...


Naturschauspiel zum Fatima-Jubiläum

Ein großes Zeichen am Himmel

Von Florian Kolfhaus

Msgr. Florian Kolfhaus geht in seinem Beitrag auf ein Naturschauspiel ein, das im Lauf dieses Jahres zu beobachten ist. Es handelt sich um außergewöhnliche Konstellationen der Gestirne. Tatsächlich zeigen sich überraschende Zusammenhänge, die durchaus als Zeichen der göttlichen Vorsehung gedeutet werden können. Kolfhaus jedenfalls ist überzeugt, dass in diesem Jahr „die Sterne von Maria sprechen“. Und für ihn ist es kein Zufall, dass dieses Zeichen ausgerechnet im Jubiläumsjahr „100 Jahre Fatima“ erscheint. Er lässt seine interessante Betrachtung, die er bereits letzten August in der deutschsprachigen Ausgabe der internationalen Catholic News Agency vorgelegt hat, in den Ruf einmünden: „Möge das Reich Mariens kommen!“ weiter...


Die Lehre Johannes Pauls II. von der Miterlösung im Licht Fatimas

Die Mitwirkung Mariens bei der Erlösung

Von Manfred Hauke

Der bekannte Mariologe Prof. Dr. Manfred Hauke (geb. 1956) zeigt auf, inwieweit Papst Johannes Paul II. in seinen Lehraussagen die Frage nach der Mitwirkung Mariens am Erlösungswerk Christi berührt hat. Dabei geht er von den Ereignissen in Fatima aus, die verschiedene Anknüpfungspunkte für die Thematik der „Miterlöserschaft“ Mariens bieten. Der nachfolgende Artikel ist ein Auszug aus dem Beitrag „Der heilige Johannes Paul II. und Fatima“, den Prof. Hauke für den Internationalen Mariologischen Kongress vom 6. bis 11. September 2016 in Fatima geliefert hat. Veröffentlicht wurde er im Tagungsband des Kongresses, den Hauke selbst unter dem Titel „Fatima – 100 Jahre danach“ als „Mariologische Studien 25“ im Pustet Verlag, Regensburg, herausgegeben hat (vgl. S. 269-273). weiter...


Aufruf der Gottesmutter an die ganze Welt

Die Erscheinungen von Kibeho

Von Immaculée Ilibagiza

Ruanda ist ein kleiner Binnenstaat im Herzen Afrikas mit etwa 12 Millionen Einwohnern. Es ist das christlichste Land des ganzen afrikanischen Kontinents. Über 90 Prozent der Bevölkerung sind getauft, etwa 55 Prozent bekennen sich heute zur katholischen Kirche. In Kibeho, einem kleinen Dorf auf 1900 Metern Höhe im bergigen Südwesten des Landes, begannen 1981 Erscheinungen der Gottesmutter. Sie stellte sich nach und nach drei Mädchen einer katholischen Internatsschule im Alter von 16, 17 und 20 Jahren als „Nyina wa Jambo“ („Mutter des Wortes“) vor. Im Folgejahr wurden vier weitere Mädchen und ein Junge in die Erscheinungen miteinbezogen. In ihren Botschaften rief Maria zu Umkehr, Buße, Gebet und Versöhnung auf. Auch zeigte sie den Mädchen Himmel, Fegefeuer und Hölle.

Am 15. August 1982 kündigte sie in Anwesenheit von 20.000 Pilgern mit detaillierten Visionen Morde an Millionen von Menschen an. Zwölf Jahre nach den Vorhersagen begann am 6. April 1994 ein unvergleichlicher Völkermord. Innerhalb von drei Monaten töteten Angehörige der Hutu-Mehrheit etwa 75 Prozent der in Ruanda lebenden Tutsi-Minderheit. Fast eine Million Menschen fielen den Massakern zum Opfer, darunter 25.000 Flüchtlinge, die in Kibeho Zuflucht gesucht hatten.

2001 erkannte der zuständige Bischof Augustin Misago die Erscheinungen an. Er nannte Kibeho „ein Leuchtfeuer der Hoffnung, ein Licht für ganz Afrika und für die Welt“. Gleichzeitig bestätigte die Glaubenskongregation unter Joseph Kardinal Ratzinger dieses Urteil für die Weltkirche. Nachfolgend einige Auszüge aus einem Buch von Immaculée Ilibagiza, das nun in deutscher Sprache vorliegt. Sie ist Zeugin vieler Wunder, die in Kibeho geschehen sind, und hat die Seherinnen persönlich kennengelernt. weiter...


Reformation von apokalyptischem Denken beeinflusst (Luther verstehen – Teil 10)

Wie sehen Protestanten die „Letzten Dinge“?

Von Andreas Theurer

 „Eschatologie“ heißt im kirchlichen Sprachgebrauch die Lehre von den „Letzten Dingen“. Dabei geht es vor allem um die Frage, welches Bild die christliche Offenbarung vom Leben nach dem Tod zeichnet. Ein entscheidender Unterschied zwischen katholischer und protestantischer Auffassung besteht darin, dass Luther die Möglichkeit einer Reinigung nach dem Tod abgelehnt hat. Fegfeuer oder Gebet für die Verstorbenen kann es demnach grundsätzlich nicht geben. Die katholische Lehre sieht den Tod als Augenblick, in dem sich für den einzelnen Menschen bereits die Wiederkunft Christi mit persönlichem Gericht vollzieht. Die endgültige Wiederkunft mit der Auferstehung des Leibes und der Umgestaltung der ganzen Schöpfung wird zwar geglaubt, spielt jedoch keine existentielle Rolle für das irdische Leben des Christen. Denn Jesus selbst hat die Jünger dazu aufgefordert, die Frage nach der Wiederkunft der göttlichen Vorsehung zu überlassen. Luther und seine Anhänger aber waren stark von apokalyptischen Vorstellungen geprägt. Sie erwarteten die unmittelbar bevorstehende Wiederkunft Christi zum Endgericht. In diesem Licht kann man die reformatorische Bewegung besser verstehen. weiter...


Benedikt XVI. hat das Tor für eine neue Epoche geöffnet

Das Petrusamt in neuem Licht

Von Erzbischof Georg Gänswein

Benedikt XVI. hat mit seinem Rücktritt im Jahr 2013 den petrinischen Dienst nicht verlassen. Dieser Ansicht ist kein Geringerer als Erzbischof Georg Gänswein, der Präfekt des Päpstlichen Hauses. Es gebe zwar nur einen Papst, nämlich dessen Nachfolger Franziskus, Benedikt jedoch habe mit seinem epochalen Schritt das Petrusamt erweitert und nehme nun auf kontemplative Weise daran teil, während Franziskus das Amt aktiv ausübe. Anlass für diese ungewöhnlichen Überlegungen zur kollegialen Dimension des petrinischen Dienstes war die Vorstellung des Buchs „Jenseits der Krise der Kirche“ über das Pontifikat Benedikts XVI. von Prof. Roberto Regoli am 20. Mai 2016 an der Päpstlichen Universität Gregoriana. Nachfolgend einige Auszüge aus der Rede von Erzbischof Gänswein nach der deutschen Fassung von CNA. weiter...


Großer Wallfahrtstag am 13. Mai 2017 in München

100 Jahre Patrona Bavariae

Von Werner Schiederer

 „Ganz Bayern feiert! Am 13. Mai 2017 feiern wir die stärkste Frau Bayerns!“ So lädt die offizielle Webseite der Erzdiözese München und Freising zur großen Sternwallfahrt auf den Münchener Marienplatz anlässlich des 100-jährigen Jubiläums des Festes Patrona Bavariae ein. Mit einem Wallfahrtsreigen durch die bayerischen Diözesen wurde das Fest seit dem Jahr 2011 vorbereitet. Nun findet der mehrjährige Pilgerweg an der Mariensäule seinen feierlichen Abschluss. weiter...


Wie Takashi Nagai den Atombombenabwurf erlebte

Ein Lied für Nagasaki

Von Von P. Paul Glynn S.M.

Am 1. Mai 1951 starb Paul Takashi Nagai im Alter von 43 Jahren infolge überhöhter Strahlung an Leukämie. Er war japanischer Radiologe in Nagasaki und hatte den Atombombenabwurf am 9. August 1945 überlebt. Bis zu seinem Tod verfasste er zahlreiche Schriften und setzte sich für Frieden und Versöhnung ein. Aus einer shinotoistischen Familie stammend war er als Medizinstudent zunächst Atheist geworden, hatte aber in einer christlichen Familie Quartier bezogen und durch sie den Weg zum katholischen Glauben gefunden. Später heiratete er deren tiefgläubige Tochter Midori, der er kurz vor einem Blinddarmdurchbruch das Leben gerettet hatte.

Diesem japanischen Arzt widmete der aus Australien stammende Maristenpater Paul Glynn (geb. 1928) das Buch: „Ein Lied für Nagasaki. Über das Leben von Takashi Nagai“. Es erschien 1988 in englischer Sprache und vergangenes Jahr auch auf Deutsch. P. Glynn arbeitete 25 Jahre lang als Missionar in Japan und zog für sein Buch die autobiographischen Schriften von Nagai heran. Von der Kirche wurde Takashi Nagai inzwischen als „Diener Gottes“ anerkannt. Doch er galt bereits zu Lebzeiten als Heiliger. Denn nach dem Krieg, als er bettlägerig geworden war, führte er ein intensives Leben des Gebets und der Verkündigung. Nachfolgend Auszüge aus dem bewegenden Buch. weiter...


Einblick in Leben und Glauben eines Experten für sakrales Kunsthandwerk

Christliche Kunst verbindet

Interview mit Bernd Cassau

Am 5. Mai 2017 feiert der Goldschmied Bernd Cassau seinen 65. Geburtstag. Zugleich sind es 125 Jahre her, dass sein Urgroßvater Hermann Cassau in Paderborn die Gold- und Silberschmiede eröffnet hat. Neben einem Grußwort des Paderborner Bürgermeisters Michael Dreier wird Weihbischof Manfred Grothe eine Laudatio halten und anstelle von Geschenken erbittet der Jubilar eine Spende zugunsten der „Westfälischen Schule für Blinde“ in Paderborn, die ihm seit vielen Jahren ans Herz gewachsen ist. Im Vorfeld der Jubiläumsfeier durften wir ein Interview mit Bernd Cassau führen, der als Anzeigenkunde durch seine treue Verbundenheit mit unserer Zeitschrift auch das Apostolat von Kirche heute unterstützt. weiter...