Juni 2017

Zur Heiligsprechung von Francisco und Jacinta Marto am 13. Mai 2017 in Fatima

Mitverantwortung für das Heil der Welt

Von Erzbischof em. Karl Braun, Bamberg

Bei seinem Besuch in Fatima hat Papst Franziskus am 13. Mai 2017 die beiden Seherkinder Francisco (1908-1919) und Jacinta Marto (1910-1920) heiliggesprochen. Dazu sagte er: „Der Herr geht uns immer voran: Wenn wir ein Kreuz tragen, hat er es schon vor uns getragen. In seiner Passion hat er all unsere Leiden auf sich genommen. Jesus weiß, was Schmerz bedeutet, er versteht uns, er tröstet uns und er gibt uns Kraft. Das hat er auch dem heiligen Francisco und der heiligen Jacinta erwiesen. … Heute richtet die Jungfrau Maria erneut an uns die Frage, die sie vor hundert Jahren an die Hirtenkinder richtete: ‚Wollt ihr euch Gott als Opfer anbieten?‘ Die Antwort – ‚Ja, wir wollen es!‘ – gibt uns die Möglichkeit, ihr Leben zu verstehen und nachzuahmen. Sie haben diese Zusage gelebt mit allem, was sie an Freud und Leid mit sich brachte, in einer Haltung der Hingabe an den Herrn.“

Und den anwesenden Kranken rief der Papst zu: „Liebe Kranke, lebt euer Leben als ein Geschenk und sagt der Jungfrau Maria wie die Hirtenkinder, dass ihr es mit ganzem Herzen Gott anbietet. Haltet euch nicht nur für Empfänger einer wohltätigen Solidarität, sondern fühlt euch als vollberechtigte Teilnehmer am Leben und an der Mission der Kirche. Eure stille Gegenwart ist beredter als viele Worte. Euer Gebet, das tägliche Opfer eurer Leiden in Gemeinschaft mit jenen des gekreuzigten Jesus für das Heil der Welt, das geduldige und sogar frohe Annehmen eurer Situation ist eine geistliche Ressource, ein Kapital für jede christliche Gemeinschaft. Schämt euch nicht, ein wertvoller Schatz der Kirche zu sein.“

Diesen Aufruf von Fatima, Mitverantwortung für das Heil des Nächsten und für die Rettung der Welt zu übernehmen, erläutert Dr. Karl Braun, Erzbischof em. von Bamberg, in seinem engagierten Beitrag. weiter...


Erneuerung der Weihe Bayerns an die Gottesmutter

100 Jahre Patrona Bavariae

Unter dem Motto „Mit Maria auf dem Weg – Mitten im Leben“ feierten am 13. Mai 2017 rund 10.000 Gläubige mit allen bayerischen Bischöfen an der Mariensäule in München mit einer Messfeier das 100-jährige Jubiläum des Festes der „Patrona Bavariae“ (Schutzfrau Bayerns). Anschließend sprach Reinhard Kardinal Marx folgendes Weihegebet an die Gottesmutter: weiter...


Resümee der Artikelserie (Luther verstehen – Teil 11)

Das Erbe des Reformators

Von Andreas Theurer

Mit seinem elften Beitrag schließt Andreas Theurer die Artikelserie zum Reformationsgedenken ab. Er versucht, kurz aufzuzeigen, was aus dem Erbe Martin Luthers geworden ist. Insbesondere fragt er kritisch nach, was die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) heute noch mit ihrem Stifter zu tun hat. Die These, dass Luther eigentlich keine Kirchenspaltung gewollt habe, lässt Theurer nur eingeschränkt gelten. Der spätere Luther habe zielstrebig am Aufbau einer „neuen Kirche“ gearbeitet. Denn die Umsetzung seiner reformatorischen Ideen sei ihm letztendlich wichtiger gewesen als der Erhalt der Einheit der Kirche. Und so hält Theurer Ausschau nach der Aufgabe, vor die uns die Reformation heute stelle. Diese fasst er in fünf Grundgedanken zum ökumenischen Dialog zusammen. Er habe in seiner Artikelserie versucht, den Glauben seiner Vorfahren und seiner Jugend „gerecht und doch mit Sympathie für die Lehre der reformatorischen Gemeinschaften“ darzustellen, aber auch gleichzeitig erkennen zu lassen, warum er nach 17 Jahren im Dienst als evangelischer Pfarrer 2012 zur katholischen Kirche übergetreten ist. weiter...


Zum Papstbesuch in Ägypten am 28. und 29. April 2017

Papst Franziskus und der Dialog mit dem Islam

Von Erich Maria Fink

Angesichts der jüngsten Terroranschläge auf Gottesdienstbesucher in koptischen Kirchen am Palmsonntag dieses Jahres war die Reise des Papstes nach Ägypten an Brisanz kaum zu überbieten. Franziskus hatte die einzigartige Möglichkeit, den bedrängten Christen im Nahen Osten seine Solidarität zu bekunden. Dennoch stand der Dialog mit dem Islam im Vordergrund. Für den Papst hatte der Besuch in der islamischen Al-Azhar-Universität Vorrang. Die brüderliche Umarmung mit dem Großimam nahmen ihm zahlreiche Beobachter übel. Pfr. Erich Maria Fink hingegen sieht in der Begegnung ein höchst bedeutsames Ereignis, das an die Gespräche des hl. Franziskus mit dem damaligen Sultan im Nildelta erinnere. weiter...


„Dein Angesicht, Gott, suche ich!“

Charles de Foucauld und der Islam

Von Paul Josef Kardinal Cordes

Die Welt erlebt in der heutigen Zeit bislang nicht gekannte Umbrüche. Sie stellen die Kirche vor die große Herausforderung einer neuen Evangelisierung. Einen Beitrag dazu bietet Paul Josef Kardinal Cordes (geb. 1934) an. Er hat ein fesselndes Buch über die Gottvergessenheit unserer Tage herausgebracht. Darin schildert er neben anspruchsvollen geistesgeschichtlichen Analysen bewegende Lebenszeugnisse, die richtungweisend für die Erneuerung im christlichen Glauben sein können. Das Buch, das auch von Papst em. Benedikt XVI. wärmstens empfohlen wird, trägt den Titel: „Dein Angesicht, Gott, suche ich!“ Aus aktuellem Anlass haben wir einige Abschnitte zum ungewöhnlichen Bekehrungsweg des sel. Charles de Foucauld (1858-1916) zusammengestellt. Das Lebensbild wird im genannten Buch mit dem Zitat des Seligen eingeleitet: „Ich liebe unseren Herrn Jesus Christus – wenn auch mit einem Herzen, das mehr und besser lieben möchte.“ weiter...


Einladung zum Kongress „Freude am Glauben“ 2017

„Fürchte dich nicht, du kleine Herde!“

Von Hubert Gindert

 „Fürchte dich nicht, du kleine Herde“, gab Jesus seinen Jüngern mit auf den Weg (Lk 12,32). Und unter diesem Motto ermutigte Joachim Kardinal Meisner am Ende des letztjährigen Kongresses „Freude am Glauben“ die Teilnehmer, auf dem eingeschlagenen Weg fortzufahren. Diesen Entlassungsruf hat Prof. Dr. Hubert Gindert (geb. 1933, Bild), der Sprecher des „Forums Deutscher Katholiken“, als Sendungsauftrag verstanden und den Kongress heuer unter dieses Thema gestellt. weiter...

 

„kathTreff“ – die Community für Partnersuchende, die Glauben und Werte miteinander teilen möchten

„Das Beste, das uns passieren konnte“

Von Tina und Uli

 „Freuen Sie sich mit mir, lieber Leser, da ist wieder einmal die Frucht einer Idee, die mir wohl doch die Vorsehung Gottes vor vielen Jahren eingegeben hat und von Frau Dr. Gudrun Kugler umgesetzt wurde! Seither haben wir schon mehr als 300 Familien ,mitgegründet‘ durch ,kathtreff.org‘ im Internet. Und geben Sie den Gedanken weiter, vor allem an Burschen – Mädchen und Frauen haben wir mehr als Männer!  Und denken Sie daran: Die Kirche und die Welt braucht Familien! Der hl. Papst Johannes Paul II., der große Papst der ehelichen Liebe, hat uns dieses Anliegen geradezu als Auftrag hinterlassen!“ Ihr + Andreas Laun, Weihbischof von Salzburweiter...


Wie entsteht wirklich sakrale Kunst?

Die Ambivalenz des Goldes

Von Weihbischof em. Manfred Grothe, Paderborn

Weihbischof Manfred Grothe hat bei der Feier des 65. Geburtstags von Bernd Cassau und des 125-jährigen Jubiläums dessen Gold- und Silberschmiede am 5. Mai 2017 in Paderborn eine aufschlussreiche Laudatio gehalten. Darin ging er nicht nur auf die erstaunliche Geschichte des Hauses Cassau ein, sondern auch auf das Wesen der sakralen Kunst. Anhand der Ambivalenz des Goldes zeigte er die Voraussetzungen für die Gestaltung wirklich sakraler Kunstwerke auf. Ein kurzer Auszug. weiter...


Geschäftsführerin von „Kirche in Not“ berichtet aus Nigeria

Glaubensfreude trotz Terror und Not

Von Karin Maria Fenbert

Nigeria leidet unter dem Terror der islamistischen Terrorsekte Boko Haram. Obwohl deren Einfluss schwindet, sind noch immer Millionen Menschen heimatlos. Arbeitslosigkeit, Hunger und politische Missstände erhöhen das Leid der Bevölkerung. Die Geschäftsführerin von „Kirche in Not“ Deutschland, Karin Maria Fenbert, hat Nigeria Mitte März besucht. In ihrem Reisetagebuch dokumentiert sie Erfahrungen von Not und Angst – aber auch von tiefem Glauben, ansteckender Lebensfreude und tätiger Nächstenliebe der Christen in Nigeria. weiter...


Das Beispiel des Herrn führt uns zum Wesentlichen hin

Wie hat Jesus gebetet?

Von Peter Dyckhoff

Wissen wir eigentlich, wie Jesus gebetet hat? Dass das Gebet im Leben Jesu eine entscheidende Rolle gespielt hat, ist uns aus der Heiligen Schrift bekannt. Aber der Inhalt seines Sprechens mit dem Vater bleibt uns weithin verborgen. Wie aufschlussreich die wenigen Andeutungen im Evangelium dennoch für das Verständnis des christlichen Betens sind, arbeitet Dr. Peter Dyckhoff in einem neuen Buch heraus. Er geht das Leben Jesu chronologisch durch und bringt das Beispiel des Herrn für uns Christen auf einzigartige Weise zum Leuchten. Er lotet zunächst die einzelnen Bibelstellen in ihrer Bedeutung für das Wirken Jesu aus und wendet sie anschließend auf die Lebenssituation der Gläubigen an. Dyckhoff ist wieder eine richtungweisende und äußerst anregende Meditation gelungen. Nachfolgendend einige Auszüge aus dem Schlusskapitel. weiter...


CitizenGO demaskiert die LGTBI-Agenda und ihre diktatorische Ideologie

Bus der Redefreiheit

Von Eduard Pröls

CitizenGO hat sich in den vergangenen Wochen für zwei grundlegende Rechte eingesetzt: die Redefreiheit und das Recht der Eltern, ihre Kinder ohne die Gender-Ideologie erziehen zu dürfen. Dazu wählte die Initiative eine ungewöhnliche Methode: sie mietete einen Bus, versah ihn mit einer weithin sichtbaren Aufschrift und schickte ihn durch die Straßen. In Spanien zeigte sich, wie entschieden die LGBTI-Lobby, die Mehrheit der Medien und die Politiker, welche den LGBTI-Interessen dienen, ihren Kurs der gesamten Gesellschaft aufoktroyieren wollen. Die mächtige LGBTI-Lobby hat bereits in unzähligen Ländern Parlamente und Regierungen gefügig gemacht und eingeschüchtert. Mit riesigen finanziellen Mitteln wird gezielt die öffentliche Meinung gesteuert und „geschaffen“. Was CitizenGO berichtet, hört sich unglaublich an, ist aber leider wahr. weiter...


Unverdächtige Stimme warnt vor Einschränkung der Redefreiheit

Andersdenkende werden stummgeschaltet

Von Tamara Wernli

Die Basler Zeitung veröffentlichte am 30. März 2017 eine Kolumne von Tamara Wernli mit der Überschrift: „Hate Speech: Die neue Nazikeule“. Im Untertitel heißt es: „Leute mit anderen Ansichten werden stumm geschaltet, indem sie der Hassrede bezichtigt werden.“ Als Beispiele nennt Wernli kritische Einstellungen zum Islamismus und Genderismus, die von staatlichen Institutionen zensiert werden, weil sie angeblich Hass schüren. weiter...