Nachfolgend lediglich die Überschriften und Hinführungen zu den einzelnen Beiträgen.

Die letzten drei Nummern von Kirche heute sind jeweils noch nicht online gestellt.
Die vollständige Ausgabe können Sie hier bestellen.

Mai 2018

Liebe Leser

Von Erich Maria Fink und Thomas Maria Rimmel

Der hl. Papst Johannes Paul II. war von einer prophetischen „Vision der Hoffnung“ erfüllt. Er verkündete der Menschheit einen „neuen Frühling“, eine „neue Zivilisation der Liebe, der Gerechtigkeit und des Friedens“. Gleichzeitig rief er die Christen dazu auf, ihre vorrangige Berufung eben darin zu sehen, in der heutigen Zeit „Baumeister der Hoffnung“ zu sein. weiter...

 

Schwester Lúcia und die Deutschland-Prophetie

Die Herzen Jesu und Mariens werden mit Glanz herrschen

Von Dorothea und Wolfgang Koch

Dorothea und Wolfgang Koch arbeiten die Hintergründe und die Bedeutung des Briefes heraus, den Schwester Lúcia 1940 an den deutschen Kirchengeschichtsprofessor Dr. Ludwig Fischer geschrieben hat. Darin heißt es am Ende: „Deutschland wird noch in den Schafstall des Herrn zurückkehren; dieser Augenblick nähert sich sehr langsam, sehr mühsam, aber er wird schließlich eintreffen, und die Herzen Jesu und Marias werden dann mit Glanz herrschen.“ Es erhebt sich die Frage, ob es sich bei diesen Worten um eine persönliche Hoffnung und einen gutgemeinten Trost der Seherin von Fatima handelt, oder ob sich dahinter mehr verbirgt. Das Ehepaar Koch zeigt, dass diese Äußerungen nach dem Zeugnis von Schwester Lúcia tatsächlich auf eine mystische Offenbarung Jesu Christi zurückgehen und eine echte Prophetie darstellen. Die Verheißung des Herrn, die „sicher“ in Erfüllung gehen werde, wie Lúcia betont, sei als Ermutigung und Geschenk der Liebe zu verstehen. Dorothea und Wolfgang Koch stellen diese Deutschland-Prophetie, in der sie ein gewaltiges Hoffnungszeichen für unsere Zeit erblicken, im Rahmen ihrer Artikelserie „Fatima und die junge Bundesrepublik“ als Teil 6 vor. weiter...


Zur Verantwortung der Bundeskanzlerin

Hat Deutschland eine christliche Zukunft?

Von Wolfgang Koch

Angela Merkel hat zum vierten Mal das Kanzleramt angetreten. Professor Dr. Wolfgang Koch fragt sich, wie es mit Deutschland weitergehen wird. Er nimmt die Sorgen ernst, mit denen viele Gläubige auf die Politik der Parteien blicken, die das Christentum in ihrem Namen tragen. Gleichzeitig stelle er schmerzlich fest, dass keine akzeptable Alternative existiere. Umso wichtiger sei es, die Bundeskanzlerin an ihre Verantwortung zu erinnern. Bei der Suche nach den christlichen Wurzeln von Angela Merkel entdecke man nämlich Unvermutetes. Auf dem 30. Evangelischen Kirchentag in Hannover habe sie am 25. Mai 2005 eine bemerkenswerte Auslegung des Propheten Maleachi vorgetragen, und zwar als Kanzlerkandidatin vor der Bundestagswahl. Zu ihrer Maleachi-Exegese habe sie sich später auch als Bundeskanzlerin bekannt und den Text 2013 in den Sammelband „Daran glaube ich – Christliche Standpunkte“ aufgenommen. „Leben nicht die meisten Menschen in unserem Land und in Europa längst, als wenn Gott abwesend wäre?“, so fragt Merkel und fordert einen gesellschaftlich-politischen Weg, der Gott nicht „betrügt“, sondern ihn als „den tragenden und letztlich entscheidenden Existenzgrund allen guten menschlichen Lebens“ anerkennt und ernst nimmt. Halten wir der Bundeskanzlerin ihre eigenen Worte als Spiegel vor! – so Koch, denn nur auf dieser Grundlage könne eine christliche Demokratie den verlorenen Weg der Mitte wiederfinden. weiter...


Vollständige Übersetzung

Brief von Schwester Lucia an Prof. Ludwig Fischer

Im Archiv des Heiligtums von Fatima befindet sich eine Fotokopie des Briefes, den Schwester Lúcia de Jesus dos Santos im Jahr 1940 an den Bamberger Kirchengeschichtsprofessor Dr. Ludwig Fischer gerichtet hat. Auf dem Internationalen Mariologischen Kongress vom 6. bis 11. September 2016 in Fatima legten Dorothea und Wolfgang Koch erstmals eine Übersetzung des Briefes durch die Romanistin Dr. Ursula Böhmer, Bonn, vor. weiter...


Neues Grundlagen- und Orientierungssemester in Köln

Gap.Cologne

Von Dr. Johannes Hattler

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Werner Münch zur Zukunft des Christentums in Deutschland

Leben mit christlichen Werten

Interview mit Werner Münch

In Kürze erscheint ein 224 Seiten umfassendes Buch mit dem Titel: „Leben mit christlichen Werten. Erinnerungen und Ausblick“.[1] Im Gespräch mit dem Journalisten Stefan Meetschen (geb. 1969) blickt der bekannte Wissenschaftler und Politiker Prof. Dr. Werner Münch, der 1940 als Arbeiterkind in Kirchhellen zur Welt kam, offen und ehrlich auf die verschiedenen Stationen seines bewegten Lebens zurück. Münch lehrte viele Jahre lang als Politikwissenschaftler und war als Rektor und Präsident aller kirchlichen Hochschulen in Deutschland tätig. Als Mitglied im Europäischen Parlament, Minister der Finanzen und Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt sowie als Berater der bulgarischen Regierung für den EU-Beitritt des Landes hat er vielfältige praktische politische Erfahrungen gesammelt. Unermüdlich setzt er sich für den Erhalt der christlichen Werte in Politik und Gesellschaft ein. Nachfolgend einige Auszüge aus dem neuen Interview-Band, in dem Münch zum Teil sehr kritische Töne anschlägt. weiter...


Mitwirkung an der Verwandlung der Welt

Die Berufung der Familie

Von Corbin Gams

Wir leben in einer Zeit, in der die Identität und das Selbstwertgefühl der Familie systematisch untergraben werden. Doch die Familien sind das Herz der Kirche. Sie müssen mit aller Kraft verteidigt und unterstützt werden. Wir dürfen es nicht zulassen, dass die Familie von außen her in Frage gestellt, unterhöhlt und zerstört wird. Sie muss aus sich heraus ihr Geheimnis entdecken und verwirklichen. In diesem Sinn war es nach Corbin Gams geradezu prophetisch, wie der heilige Papst Johannes Paul II. auf einem Weltfamilientreffen den Teilnehmern gleichsam als Schlüssel die Frage an die Hand gegeben hatte: „Familie – was sagst du über dich selbst?“ Darauf aufbauend stellt der Theologe Gams, der sich sehr stark in der Familienpastoral engagiert, wesentliche Elemente der Lehre Johannes Pauls II. über die christliche Familie heraus. Gleichzeitig weist er daraufhin, dass sich Papst Franziskus ganz auf der Linie Johannes Pauls II. bewegt, was das Verständnis von der Sendung der Familie in der Welt von heute angeht. weiter...


Die spanische Mystik zieht sich wie ein roter Faden durch mein Leben

Das Geistliche ABC nach Franziskus von Osuna

Von Peter Dyckhoff

Der Franziskaner Francisco de Osuna wurde um 1492 in Osuna bei Sevilla in Andalusien geboren, studierte an der Universität von Alcalá und lernte auf ausgedehnten Reisen die niederländisch-deutsche Mystik kennen. In der Stille von La Salceda verfasste er schließlich das sog. „Tercer Abecedario Espiritual“, das „Dritte Geistliche Abecedarium“. Dieses Buch, das zu einem Leitwerk der mystischen Gebetslehre wurde und auch entscheidenden Einfluss auf die hl. Teresa von Avila ausübte, machte Franciso de Osuna zu einer spirituellen Autorität in Spanien. Dr. Peter Dyckhoff hat nun unter dem Titel „Das geistliche ABC nach Franziskus von Osuna“ zum ersten Mal eine vollständige Übersetzung des Werkes in deutscher Sprache vorgelegt.[2] Aus seiner Hinführung zum neuen Buch, das 576 Seiten umfasst. weiter...


Zum rechten Verhältnis von Aktion und Kontemplation

Die Ruhe im Alltag

Von Franziskus von Osuna

„Das geistliche ABC nach Franziskus von Osuna“ bietet einen unglaublichen Reichtum an Impulsen für das Glaubensleben eines jeden Christen. Das Vierte Kapitel im Traktat XVII ist mit den Worten überschrieben: „Der kleine notwendige Aufwand, um zu Christus zu kommen“. Es geht darum, sich im Alltag immer wieder Ruhe für das Gebet und die Betrachtung zu gönnen. Der Gewinn ist unaussprechlich; denn Jesus Christus wird uns als „Diener des Tisches“ entgegengehen und uns schon hier auf Erden eine Vorahnung von der Herrlichkeit des Himmels zuteilwerden lassen. Doch reicht das Nachdenken über die göttlichen Geheimnisse nicht aus. Die Betrachtung muss umgekehrt auch immer wieder zur Umsetzung im Leben führen. weiter...


Heiligmachendes Tun

Von Papst Franziskus

Mit Datum vom 19. März 2018, dem Hochfest des hl. Josef, hat Papst Franziskus das Apostolische Schreiben „Gaudete et Exsultate“ – „Freut euch und jubelt“ über den Ruf zur Heiligkeit in der Welt von heute veröffentlicht. Es ist ein wunderbares Dokument, ein einzigartiges Geschenk an die Kirche, dem wir in Zukunft eine besondere Aufmerksamkeit widmen möchten. Einige Sätze zum Thema Aktion und Kontemplation (vgl. 26-31). weiter...


Gedanken zum Dreifaltigkeitsfest

Gott ist seinem Wesen nach Gemeinschaft

Von Suitbert Jaspers OSB

Am 16. Januar 2018 ist P. Suitbert Jaspers OSB 90 Jahre alt geworden. Karl Jaspers, wie er mit seinem Taufnahmen hieß, wurde 1928 als jüngstes von 5 Kindern geboren und sollte eigentlich Ingenieur werden. So jedenfalls hatte es sich sein Vater vorgestellt, der sich auf Fußbodenheizungen spezialisiert hatte. Doch der junge Karl spürte eine tiefere Sehnsucht nach Liebe und Glück. Und er kam zu der Überzeugung, dass diese Sehnsucht niemand stillen kann außer Gott. So trat er 1950 mit 22 Jahren in die Abtei Neuburg ein und wurde dort 6 Jahre später zum Priester geweiht. Dankbar blickt er auf sein diamantenes Professjubiläum sowie auf sein diamantenes Priesterjubiläum zurück. Zum Dreifaltigkeitsfest betrachtet er in einfacher und doch ganz tiefer Weise das Geheimnis Gottes, der die Liebe ist, ewige Gemeinschaft, Begegnung und Austausch. weiter...


Symphonie zum Gedenken an die Shoah in der Berliner Philharmonie

Neue Töne im christlich-jüdischen Dialog

Von Sebastian Walter und Maria Voderholzer

Der Spanier Kiko Argüello (geb. 1939) hat als Kunstmaler bedeutende religiöse Werke geschaffen. Doch ist er weltweit bekannt geworden als Gründer einer neuen religiösen Gemeinschaft, die allgemein „Neokatechumenaler Weg“ genannt wird. 1964 gilt als Gründungsjahr. Zusammen mit Carmen Hernández rief er kleine Gemeinschaften ins Leben, die im Geist der Heiligen Familie den christlichen Glauben auf dem sog. Dreifuß „Wort Gottes – Liturgie – Gemeinschaft“ umzusetzen versuchen. Am 11. Mai 2008 wurde das Neokatechumenat vom Vatikan endgültig anerkannt. Ein Merkmal der Bewegung ist ihre spirituelle Nähe zum Judentum. So ist es nicht überraschend, dass Kiko Argüello eine Symphonie zum Gedenken an den Holocaust komponiert hat, die nach siebenjähriger Erfolgsgeschichte nun auch in Deutschland aufgeführt wird. weiter...


Wir erwarten den angekündigten Triumph des Unbefleckten Herzens Mariens

Die Gottesmutter lädt uns ein, ihr zu helfen!

Von Anton Štrukelj

Auf einem Familienkongress in Maria Roggendorf bei Wien hielt Prof. Dr. Anton Štrukelj einen Vortrag über die Verehrung der Jungfrau und Gottesmutter Maria. Er zeigt die Notwendigkeit auf, am Aufbau des Reiches Gottes und an der Rettung der Seelen mitzuwirken. Unsere Mithilfe ist notwendig. Und wer zu Maria seine Zuflucht nimmt, erfährt nicht nur Schutz und Hilfe, sondern wird von ihr auch zu einem Instrument des Heils geformt. Darin besteht nach Štrukelj der Wesenskern der Fatima-Botschaft. Vertieft werden seine Ausführungen durch die eindrucksvollen Zeugnisse, die die beiden Päpste Johannes Paul II. und Benedikt XVI. über die Marienverehrung und insbesondere über das Rosenkranzgebet abgelegt haben. weiter...


Siebte Kapelle „Maria Mutter Europas“ in Pannonhalma

Für ein christliches Europa

Von Notker Hiegl OSB

Pater Notker M. Hiegl OSB aus der Erzabtei St. Martin in Beuron, derzeit Spiritual in der Benediktinerinnenabtei Engelthal bei Altenstadt in Hessen, hat vor etwa zehn Jahren die Gebetsgemeinschaft „Maria Mutter Europas“ ins Leben gerufen. Es geht ihm um die Zukunft des europäischen Kontinents. Der Fürsprache und dem Schutz der Gottesmutter wird das große Anliegen der Bewahrung des Christentums in Europa anvertraut. Dazu begründete P. Hiegl eine Partnerschaft unter Marienheiligtümern in Europa, die sich das Patronat „Maria Mutter Europas“ und das gemeinsame Anliegen der Rettung des christlichen Abendlandes zu eigen machen. Mit Schreiben vom 16. Februar 2018 hat sich dem „Regnum Marianum“ der „12 Sterne Maria Mutter Europas“ als siebtes Heiligtum nun auch eine Kapelle in Ungarn angeschlossen. weiter...


[1] Werner Münch: Leben mit christlichen Werten – Erinnerungen und Ausblick, geb., 224 S., Euro 18,95 (D), Euro 19,50 (A), Verlag Media Maria: Tel. 07303-9523310, Fax: 07303-9523315, E-Mail: buch@ media-maria.de
[2]  Peter Dyckhoff: Das geistliche ABC nach Franziskus von Osuna, mit Vignetten und Zeichnungen, geb. mit Leseband, 15,1 x 22,7 cm, 512 S., € 40,00 (D), € 41,20 (A), Herder Verlag, ISBN 978-3-451-38051-8.