Nachfolgend lediglich die Überschriften und Hinführungen zu den einzelnen Beiträgen.

Die letzten drei Nummern von Kirche heute sind jeweils noch nicht online gestellt.
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Juli 2018

Liebe Leser

Von Erich Maria Fink und Thomas Maria Rimmel

Der „Kommunion-Streit“ unter den deutschen Bischöfen kann auch positiv gesehen werden. Die Auseinandersetzung ist heilsam, da sie uns ganz neu für wichtige Fragen sensibel macht, die allzu oft unter den Teppich gekehrt werden. Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, damit jemand die hl. Kommunion würdig empfangen kann? Ja, was bedeutet uns die heilige Eucharistie überhaupt? weiter...

 

Das Geheimnis der Eucharistie im Licht des katholischen Glaubens

Das schlagende Herz der Kirche

Von Rainer Maria Kardinal Woelki, Köln

Der Kölner Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki feierte am 31. Mai 2018 mit Tausenden von Gläubigen auf dem Roncalliplatz vor dem Kölner Dom das Hochfest Fronleichnam. In seiner Predigt entfaltete er den katholischen Glauben an die Eucharistie. Er hob hervor, dass Christus unter den Gestalten von Brot und Wein nicht nur als lebendige Person real gegenwärtig sei, sondern auf sakramentale Weise auch sein Kreuzesopfer vergegenwärtige. Durch die „Communio“ mit ihm empfange der Gläubige die Fülle des göttlichen Lebens und werde Glied am geheimnisvollen Leib Christi. So werde die Kirche aus der Eucharistie geheimnisvoll gebildet und auferbaut. Umgekehrt verlange die Teilnahme am eucharistischen Opfer auch von den Gläubigen eine vollkommene Hingabe an Gott, um durch Christus eine lebendige Opfergabe für den Vater zu werden. Nachfolgend die Predigt leicht gekürzt. weiter...


„Es geht um Leben und Tod!“

Am Ende der Fronleichnamsfeier richtete Kardinal Woelki an die Teilnehmer ein Schlusswort, das mit Applaus aufgenommen wurde. Unter anderem sagte er: weiter...


Voraussetzungen für einen würdigen Kommunionempfang

Gottes grenzenlose Liebe

Von Erich Maria Fink

Pfarrer Erich Maria Fink geht auf den sog. „Kommunion-Streit“ ein, den eine geplante „Handreichung“ der Deutschen Bischofskonferenz ausgelöst hat. Danach sollte in einer konfessionsverschiedenen Ehe auch dem nicht-katholischen Partner in Einzelfällen und unter bestimmten Bedingungen die Möglichkeit eingeräumt werden, in der katholischen Eucharistiefeier die heilige Kommunion zu empfangen. Auf der Frühjahrsvollversammlung hatten mehr als zwei Drittel der Bischöfe dem Text bereits zugestimmt, während nun Papst Franziskus durch eine persönliche Intervention das Inkrafttreten des Dokuments verhinderte. Ohne Zweifel wirft der Vorschlag der deutschen Bischöfe Fragen auf, die bislang noch nicht befriedigend geklärt sind. Pfarrer Fink versucht, verschiedene Problempunkte zu benennen und sie im Licht des katholischen Glaubens zu erhellen. weiter...


Ökumenische Chance des neuen Mariengedenktags

Pfingstmontag: „Maria, Mutter der Kirche“

Interview mit Kurt Kardinal Koch

Papst Franziskus hat für die gesamte Kirche einen neuen Mariengedenktag eingeführt. In Zukunft soll die allerseligste Jungfrau Maria jeweils am Pfingstmontag als „Mutter der Kirche“ verehrt werden. Im deutschen Sprachraum ist es damit der 13. liturgische Gedenktag zu Ehren der Muttergottes. Robert Kardinal Sarah, der Präfekt der Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung, schreibt, Papst Franziskus habe sich dazu entschieden, nachdem er sorgfältig erwogen habe, „wie sehr die Förderung dieser Verehrung dem Verständnis für die Mutterschaft der Kirche (…) und der unverfälschten Marienfrömmigkeit noch mehr nutzen kann“. Das Verständnis der Jungfrau Maria als Mutter Gottes und als Mutter der Gläubigen gehe auf die frühe Christenheit zurück. Das nachfolgende Interview mit dem Präsidenten des Päpstlichen Rates für die Einheit der Christen, Kurt Kardinal Koch, führte Julia Wächter. weiter...


Schreiben der Glaubenskongregation vom 29. Mai 2018

Priesterweihe für Frauen?

Von Luis F. Ladaria SJ, Rom

Erzbischof Luis Ladaria SJ (geb. 1944), der neue Präfekt der Kongregation für die Glaubenslehre, hat ganz aktuell ein Dokument veröffentlicht, das den Titel trägt: „Zu einigen Zweifeln über den definitiven Charakter der Lehre von Ordinatio sacerdotalis“. Damit bezieht sich Ladaria auf das Apostolische Schreiben Ordinatio sacerdotalis vom 22. Mai 1994, in dem Papst Johannes Paul II. unmissverständlich festgestellt hat, dass die Priesterweihe von Frauen ausgeschlossen ist. Ladaria legt dar, warum es sich bei dieser Erklärung um einen unfehlbaren Ausdruck des kirchlichen Lehramts handelt. Gleichzeitig wirft er einen Blick auf die Sinnhaftigkeit dieses wesentlichen Strukturelements des apostolischen Amts. Der Priester repräsentiere sakramental Christus in seinem Mann-Sein als Bräutigam der Kirche. Gott habe diese Sprache der Schöpfungsordnung in das Werk der Erlösung aufgenommen. Auf die Herausforderungen unserer heutigen Kultur gelte es in Treue zur christlichen Offenbarung zu antworten. weiter...


Fatima und die junge Bundesrepublik (Teil 8)

Bonifatius an der Wurzel des vereinten Europas

Von Dorothea und Wolfgang Koch

Im achten Teil der Artikelserie über den unerwarteten Aufstieg der jungen Bundesrepublik betrachten Prof. Dr. Wolfgang Koch und seine Frau Dorothea den Beitrag Konrad Adenauers im Licht Karls des Großen. Sie vergleichen die Neuordnung Europas nach dem Zusammenbruch des weströmischen Reichs und den Umwälzungen durch die Völkerwanderung mit der Situation nach dem Zweiten Weltkrieg. Dem ersten deutschen Bundeskanzler standen die Triebkräfte vor Augen, die an der Wiege des christlichen Abendlandes den europäischen Kontinent vereinigt hatten. Daran orientierte er sich in seinem Engagement für Deutschland in einem vereinten Europa. Nicht zufällig wurde Adenauer im Marianischen Jahr 1954 der Karlspreis verliehen. Das Ehepaar Koch spannt den Bogen von der jüngsten Karlspreisverleihung an den französischen Staatspräsidenten Emmanuel Macron dieses Jahr über Konrad Adenauer bis zurück in die Zeit des hl. Bonifatius, der mit seiner tiefgreifenden Erneuerung des kirchlichen Lebens das geistige Fundament für einen politischen Einigungsprozess gelegt hat. weiter...


Die heilende Wirkung des Beichtsakraments

Christus ist der Arzt der Seele

Von Ralph Weimann

Professor Dr. Dr. Ralph Weimann (geb. 1976) macht auf die große seelische Not aufmerksam, die sich in der Gesellschaft zunehmend ausbreitet. Er betont, dass der christliche Glaube eine Antwort auf den Hilfeschrei und die Sehnsucht nach Heilung darstellt, so wie die Medizin körperliche Leiden heilen hilft. Jesus Christus ist in die Welt gekommen, um den leidenden und erlösungsbedürftigen Menschen Heil zu schenken. Dieses Gnadenangebot wird konkret im Sakrament der Buße erfahrbar. Weimann zeigt, dass die Beichte im Blick auf die weitverbreitete innere Not und Dunkelheit der Menschen Wunder zu wirken vermag. Daher sei es wichtig, das verkannte Sakrament wiederzuentdecken und den Menschen nahezubringen. weiter...


Die vier „Beinamen“ des Bischofsamtes

Der bischöfliche Dienst in der heutigen Zeit

Von Erzbischof Ludwig Schick

In einer ergreifenden Feier wurde Dr. Franz Jung am 10. Juni 2018 im Kiliansdom zum neuen Bischof von Würzburg geweiht. Er ist Nachfolger von Bischof Dr. Friedhelm Hofmann, der das Bistums dreizehn Jahre lang geleitet hat. Franz Jung wurde 1966 in Mannheim geboren, wuchs mit drei Geschwistern in Ludwigshafen am Rhein auf, studierte in München und Rom Philosophie und Katholische Theologie und wurde 1992 vom Limburger Bischof Franz Kamphaus in Rom zum Priester geweiht. Zunächst war er Kaplan in Pirmasens, später in der Dompfarrei in Speyer, wo er auch als Sekretär von Bischof Dr. Anton Schlembach tätig war, der seinerseits aus dem Bistum Würzburg stammte. Seit 2008 war Jung Generalvikar in Speyer und damit engster Mitarbeiter von Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann. Da Würzburg zur Bamberger Kirchenprovinz gehört, wurde die Bischofsweihe von Erzbischof Dr. Ludwig Schick vollzogen. Die beiden Konsekratoren waren Bischof Wiesemann und Bischof em. Hofmann. Nachfolgend die Predigt von Erzbischof Schick (Bild li.) in leicht gekürzter Form. weiter...


Beängstigende Zunahme von sexueller Gewalt

Die Folgen der „Sexuellen Revolution“

Von Courtney Grogan

Am 31. Mai 2018 fand an der „University of Notre Dame Washington“ eine Konferenz statt, die sich mit den Folgen der „Sexuellen Revolution“ beschäftigte. Die sexuelle Enttabuisierung ging mit der Studentenrevolte 1968 einher. Vor allem den Frauen wurde Befreiung versprochen. Wie die Wissenschaftler, die an der Konferenz in Washington D.C. teilgenommen haben, aufzeigen, hat die von der sexuellen Revolution ausgelöste Entwicklung genau das Gegenteil verursacht. Sexuelle Gewalt gegenüber Frauen und Kindern nimmt in erschreckendem Maß zu. Gleichzeitig wird der Körper der Frau immer mehr zu einer Ware, die nach allen Regeln der Kunst des Vermarktens ausgebeutet wird. Der Beitrag, den CNA auf Englisch und Deutsch Anfang Juni veröffentlicht hat, wurde von KIRCHE heute überarbeitet. weiter...


Worte der hl. Thérèse von Lisieux vor ihrem Sterben

Gehorsam aus Liebe

Von Sr. Agnes von Jesus

1973 ist in Paris das Buch mit dem Titel „J'entre dans la vie. Derniers entretiens“ – „Ich gehe ins Leben ein. Letzte Gespräche“ über die hl. Thérèse von Lisieux erschienen. Eine deutsche Übersetzung wurde 1982 vom Johannes-Verlag, Leutesdorf, veröffentlicht. Nun hat das Theresienwerk e.V., Augsburg, diesen Schatz im Media Maria Verlag neu herausgegeben. Der Text wurde lediglich der aktuellen deutschen Rechtschreibung angepasst und mit dem Titel versehen: „Therese Martin. Letzte Gespräche der Heiligen von Lisieux. Ich gehe ins Leben ein“.[1] Der größte Teil des Buchs besteht aus dem sog. „Gelben Heft“, in dem Schwester Agnes von Jesus, eine leibliche Schwester von Thérèse und Priorin des Klosters, die Gespräche mit der Heiligen in ihren letzten Monaten aufgezeichnet hat. Ergänzt wird diese Sammlung durch Erinnerungen anderer Schwestern an Aussagen der jungen Mitschwester vor ihrem Sterben. Nachfolgend einige Auszüge aus diesem „Testament“ der hl. Thérèse vom Kinde Jesu, das eine wunderbare Ergänzung zu ihrer eigenen Biographie, dem weltbekannten Büchlein „Geschichte einer Seele“, darstellt. weiter...


Gedanken für eine „Predigt“ über die Gottesmutter

Marias Leben war ganz einfach

Von Thérèse von Lisieux

Etwa sechs Wochen vor ihrem Tod sprach die hl. Thérése vom Kinde Jesu mit Sr. Agnes, einer ihrer leiblichen Schwestern, über die Gottesmutter. Wichtig war der kleinen Thérése, dass den Gläubigen ein realistisches Bild von Maria vermittelt werde, das man auch nachahmen könne. weiter...


[1] Thérèse Martin: Letzte Gespräche der Heiligen von Lisieux – Ich gehe ins Leben ein, geb., 352 S., ISBN 978-3-9454018-0-4, 17,95 Euro (D), 18,50 Euro (A), Verlag Media Maria: Tel. 07303-9523310, Fax: 07303-9523315, E-Mail: buch@ media-maria.de