Nachfolgend lediglich die Überschriften und Hinführungen zu den einzelnen Beiträgen.

Die letzten drei Nummern von Kirche heute sind jeweils noch nicht online gestellt.
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Januar 2022

Liebe Leser

Von Erich Maria Fink und Thomas Maria Rimmel

Als einen „Ökumene-Schub“ hat Kurt Kardinal Koch die Begegnungen von Papst Franziskus mit hochrangigen Vertretern der Orthodoxen Kirche in Zypern und Griechenland bezeichnet. Als langjähriger Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen hatte er im Vorfeld an der Vorbereitung der Treffen wesentlich mitgewirkt und schließlich den Papst auf seiner Apostolischen Reise vom 2. bis 6. Dezember 2021 selbst begleitet. weiter...

 

Die Barnabas-Rede von Papst Franziskus in Zypern

„Unsere Kirche führt ihre Kinder mit Zärtlichkeit zusammen“

Von Papst Franziskus

In seiner Ansprache am 3. Dezember 2021 in der Orthodoxen Kathedrale von Nicosia vor dem Orthodoxen Erzbischof von Zypern, Chrysostomos II., und den Mitgliedern des Heiligen Synod schüttet Papst Franziskus sein Herz aus, offen und ehrlich. Einen Tag später bittet er in Athen um Vergebung „für die Fehler, die so viele Katholiken begangen haben“, für „Handlungen und Entscheidungen, die wenig oder gar nichts mit Jesus und dem Evangelium zu tun haben“. Nun will er nach vorne blicken. weiter...

 

Die „Eucharistische Ekklesiologie“ des Orthodoxen Metropoliten Ioannis Zizioulas

Synodalität und Primat

Von Kurt Kardinal Koch

Am 4. November 2015 wurde dem Griechisch-Orthodoxen Theologen Metropolit Ioannis Zizioulas (geb. 10.01.1931) durch die Ausbildungseinrichtung für Orthodoxe Theologie an der Theologischen Fakultät der Universität München das Ehrendoktorat verliehen. Kurt Kardinal Koch, seit 2010 Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen, hielt die Laudatio. Zizioulas gilt als einer der bedeutendsten Theologen für die Ökumene zwischen Ost- und Westkirche. Kardinal Koch stellt seinen ekklesiologischen Ansatz vor. Ein Auszug aus der Laudatio. weiter...

 

„Ein leuchtender, in ganzer Fülle gelebter Kommentar zum Evangelium“

Hl. Theresia von Lisieux: Expertin der „Wissenschaft der Liebe“

Von Papst Benedikt XVI.

Das „Theresienwerk“ wurde vor 50 Jahren ins Leben gerufen, um die Spiritualität der hl. Theresia von Lisieux in die Herzen der Menschen zu tragen. Aus diesem Anlass begeht das Theresienwerk 2022 ein ganzes Jubiläumsjahr, das wir mit einer Artikelserie begleiten. Zu Beginn lassen wir Papst Benedikt XVI. zu Wort kommen, der seine Katechese bei der Generalaudienz am 6. April 2011 der hl. Theresia von Lisieux gewidmet hat. Mit seinen Katechesen über Heilige schenkte Benedikt XVI. der Kirche einen besonderen Schatz. Es ging ihm nicht um beeindruckende Biografien, sondern darum, was uns diese Heiligen über den Glauben der Kirche lehren. Er stellte heraus, inwiefern ihr Leben eine Katechese darstellt bzw. einen Beitrag zum vertieften Verständnis der Lehre der Kirche leistet. Auf wunderbare Weise arbeitete er die entscheidenden Impulse heraus, die vom Lebenszeugnis der hl. Theresia von Lisieux ausgehen. Dreieinhalb Wochen nach dieser Katechese, nämlich am 1. Mai 2011, sprach Benedikt XVI. seinen Vorgänger Johannes Paul II. selig, der die hl. Theresia von Lisieux zur Kirchenlehrerin erhoben hatte. weiter...

 

Größte katholische Kirche auf der Arabischen Halbinsel eingeweiht

Unsere Liebe Frau von Arabien

Von CNA Deutsch

Am 10. Dezember 2021 ist die katholische Kathedrale Unserer Lieben Frau von Arabien im Königreich Bahrain mit der Feier einer heiligen Messe durch Kardinal Luis Antonio Tagle eingeweiht worden. An der feierlichen Veranstaltung auf dem Inselstaat im Persischen Golf, die nach der offiziellen Eröffnung durch Scheich Abdullah bin Hamad Al Khalifa stattfand, nahm unter anderem Bischof Paul Hinder teil, Apostolischer Vikar für Nord-arabien, sowie Erzbischof Eugene Nugent, Apostolischer Nuntius in Bahrain und Kuwait. weiter...

 

Anmerkung zu einer Grundsatzentscheidung des „Synodalen Weges“

Homosexualität im Licht der Bibel

Von Paul Josef Kardinal Cordes

Der „Synodale Weg“, auf dem die deutschen Bischöfe zusammen mit dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken unterwegs sind, beschäftigt sich auch mit der Sexualmoral der Kirche. Das Synodalforum IV steht unter dem Thema „Leben in gelingenden Beziehungen – Liebe leben in Sexualität und Partnerschaft“. Ein wichtiges Ziel dieses Forums besteht darin, homosexuelle Partnerschaften als etwas Gottgefälliges anzuerkennen, insofern sie ihre Sexualität in einer Beziehung leben, „die auf Treue, Dauer und Ausschließlichkeit hin angelegt ist“. Als Begründung werden theologische Voten ins Feld geführt, die behaupten, die biblische Verurteilung von aktiv gelebter Homosexualität hätte für solche Beziehungen keine Gültigkeit, da die biblischen Autoren ein solches Zusammenleben gar nicht im Blick gehabt hätten. Dazu nimmt Paul Josef Kardinal Cordes Stellung.[1] weiter...

 

Entwicklung „neuer“ Menschenrechte (Teil 9)

Gibt es ein Recht auf „homosexuelle Elternschaft“?

Von Grégor Puppinck

Mit einem Beitrag über das von höchster richterlicher Autorität in Europa eingeforderte Recht homosexueller Paare auf Elternschaft schließen wir die Artikelreihe zum Thema „neuer Menschenrechte“ ab. Der französische Rechtswissenschaftler Grégor Puppinck macht darauf aufmerksam, dass heute ein neues Menschenbild etabliert wird, das im eindeutigen Widerspruch zur Wirklichkeit und zur menschlichen Vernunft steht.[2] Doch durch eine neue Rechtsdefinition, die sich allein am Willen des Individuums orientiert und die Natur des Menschen ignoriert, werden Politik, Gesellschaft und jeder Einzelne dazu gezwungen, diese Fiktion als Wirklichkeit anzuerkennen. Ein erschreckendes Szenario. Mit deutlichen Worten spricht Puppinck davon, dass die Begriffe Elternschaft, Abstammung und Familie völlig neu definiert werden, unter anderem mit dem Ziel, dass Kinder nach Belieben „fabriziert und verhökert“ werden können. Ohne Angst vor der Homosexuellen-Lobby sollten wir Christen das Ansinnen der neuen Menschenrechte zurückweisen und uns für die Rechte der Kinder und Schwächsten einsetzen. weiter...

 

Der erste Band der Trilogie „Damit Liebe gelingt“ ist ab sofort erhältlich

Was Partnerschaft lebendig hält

Referat Ehe und Familie Salzburg

Alles schon gehört, alles bekannt, alles kein Problem. Unzählige Bücher schon im Regal. Was ist bei „Damit Liebe gelingt"[3] anders? Der große Erfahrungsschatz des Autors. Kurt Reinbacher, glücklich verheiratet, Vater von vier Kindern, Psychotherapeut und seit bald 30 Jahren in der Fortbildung von Ehepaaren tätig, hat all sein Wissen komprimiert, strukturiert und mit Erfahrungsberichten gespickt, in dieses Buch einfließen lassen. weiter...

 

Niederlassung der „Marianischen Gemeinschaft Oase des Friedens“ in Medjugorje

Geistliche Oase für die Pilger

Von Sr. Myriam der Eucharistie cmop

Die „Marianische Gemeinschaft Oase des Friedens“ ist aus der Medjugorje-Bewegung heraus entstanden. Gegründet wurde sie im Jahr 1987 von dem Passionistenpater Gianni Sgreva. Ausgerechnet in Medjugorje wurde der Gemeinschaft vom zuständigen Bischof in Mostar die öffentliche pastorale Tätigkeit untersagt. Auch das Allerheiligste durfte in ihrer Kapelle nicht mehr aufbewahrt und zur Anbetung ausgesetzt werden. Erst Erzbischof Henryk Hoser (1942-2021), der von Papst Franziskus im Februar 2017 zum Sonderbeauftragten und im Mai 2018 zum Apostolischen Visitator für Medjugorje ernannt worden war, setzte diesem leidvollen Zustand ein Ende. Am 8. März 2020 feierte er als Zeichen der Versöhnung selbst in der Kapelle eine heilige Messe und brachte das Allerheiligste in die Niederlassung zurück. Seitdem darf sich die Gemeinschaft auch wieder der Pilgerbetreuung widmen und das Haus zu einer geistlichen Oase werden lassen. Ein Zeugnis von Sr. Myriam der Eucharistie, einer Schweizerin mit kroatischer Abstammung, mit bürgerlichem Namen Monika Krcmar. weiter...

 

„Kirche in Not“ initiiert die Aktion „Red Wednesday“ für verfolgte Christen

„Es wird immer gefährlicher, Christ zu sein“

Von KIRCHE IN NOT

Das weltweite päpstliche Hilfswerk „Kirche in Not“ (ACN) hat rund um den letzten Mittwoch im November die Aktion „Red Wednesday“ („Roter Mittwoch“) ins Leben gerufen, um auf das Schicksal verfolgter Christen weltweit aufmerksam zu machen. Äußeres Zeichen ist die rote Beleuchtung von Kirchen und öffentlichen Gebäuden. Die Aktion verzeichnet weltweit immer mehr Zulauf. Auch in Deutschland haben sich im November 2021 zahlreiche Pfarrgemeinden und Kirchen beteiligt, darunter die Kathedralen Passau und Paderborn. „Kirche in Not“ Deutschland hat rund um den „Red Wednesday“ drei Veranstaltungen organisiert, bei denen Glaubenszeugen aus erster Hand über die Situation verfolgter Christen informierten. Zu den Gästen bei den „Abenden der Zeugen“ zählte der italienische Afrikamissionar Pater Pier Luigi Maccalli, der zwei Jahre lang von Islamisten in der Sahara als Geisel festgehalten worden war. Florian Ripka, der Geschäftsführer von „Kirche in Not“ Deutschland, zeigt sich sehr zufrieden mit der Aktion „Red Wednesday“ und weist auf die zunehmende Gefährdung von Christen weltweit hin. weiter...

 

Das Überleben der Konvertitin Annie Kraus in der NS-Zeit

Hilfe im katholischen Milieu

Von Andreas Mix

Die Jüdin Annie Kraus konnte die Verfolgung durch das nationalsozialistische Regime in Deutschland überleben, da sie bei couragierten Katholiken Zuflucht und Unterstützung fand. Nach dem Krieg legte sie ein beherztes Zeugnis von diesem „anderen Deutschland“ ab, das es auch gegeben und ihr das Leben gerettet habe. Der Historiker und Ausstellungskurator Andreas Mix zeichnet den aufrüttelnden Lebensweg dieser außergewöhnlichen, doch bisher wenig beachteten Frau nach. Wie zahlreiche andere Intellektuelle des 20. Jahrhunderts, die vielfach miteinander vernetzt waren, konvertierte sie aus Überzeugung zur katholischen Kirche. Andreas Mix, derzeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter bei der Stiftung Topographie des Terrors in Berlin tätig, hat seinen Aufsatz über Annie Kraus aus dem Jahr 2003 aktualisiert und unter Berücksichtigung neuerer Literatur erweitert.[4] weiter...

 

Ohne Scheuklappen und Vorverurteilungen

Christentum bedeutet Entscheidung

Von Bischof Bertram Meier   

Zur Feier von 500 Jahren Martinsmünster und 90. Jahrtag der Heiligsprechung Alberts des Großen hielt der Augsburger Bischof Dr. Bertram Meier am 12. Dezember 2021, dem dritten Adventssonntag, im Martinsmünster Lauingen einen Festgottesdienst mit Predigt. Er ging von großen Glaubenszeugen während des Dritten Reichs aus und stellte das Projekt „Menschliche Bibliothek“ vor. Auszüge aus seiner Predigt. weiter...


[1] Paul Josef Kardinal Cordes: Wer nicht Gott gibt, gibt zu wenig. Glaubensimpulse nach sechzig Priesterjahren, Be+Be Verlag Heiligenkreuz 2021, Hardcover, 384 Seiten, Euro 24,90, ISBN 978-3-903602-38-0 – www. klosterladen-heiligenkreuz.at/
[2] Grégor Puppinck: Der denaturierte Mensch und seine Rechte, Be+Be 2021, HC, 274 S., Euro 21,90, ISBN 978-3-903602-07-6 – Bestell-Tel. 0043- 2258-8703-400; E-Mail: bestellung @bebeverlag.at – Webseite: www.klosterladen-heiligenkreuz.at
[3] Kurt Reinbacher: Damit Liebe gelingt. Was die Partnerschaft lebendig hält, Verlag ehefamiliebuch 2021, kartonierter Einband, 220 Seiten, Euro 18,80 – Bestellung: info@ehefamiliebuch.at – www.ehefamiliebuch.at
[4] Ergänzte und aktualisierte Fassung des Aufsatzes: Hilfe im katholischen Milieu – das Überleben der Konvertitin Annie Kraus, veröffentlicht in: Überleben im Dritten Reich. Juden im Untergrund und ihre Helfer, hg. von Wolfgang Benz, München 2003, 131-142.