Nachfolgend lediglich die Überschriften und Hinführungen zu den einzelnen Beiträgen.

Die letzten drei Nummern von Kirche heute sind jeweils noch nicht online gestellt.
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April 2019

Liebe Leser

Von Erich Maria Fink und Thomas Maria Rimmel

Evangelisierung braucht geistliche Zentren, so lautet unser Titelthema. Was Menschen in Pfarreien oft nicht mehr erleben können, finden sie an solchen Orten. Sie erfahren einen lebendigen und anziehenden Glauben. Gerade Fernstehende, die sonst mit der Kirche und den Sakramenten nichts mehr anfangen können, werden neu entzündet. Sie entdecken das Evangelium und das persönliche Gebet als Kraftquelle für ihren Alltag. Wenn sie dann auch in ihren eigenen Pfarreien Fuß fassen – und das ist das große Ziel –, können sie zu wertvollen Mitarbeitern im Gemeindeleben werden und entscheidend zur Erneuerung beitragen.

Solche Zentren können Gebetsstätten, Wallfahrtsorte, Niederlassungen von neuen geistlichen Gemeinschaften oder auch traditionelle Klöster sein, wie das Beispiel des Stiftes Heiligenkreuz zeigt. Dazu schildert Prof. P. Karl Wallner OCist seine Erfahrungen von der Missionsarbeit seines Klosters, das seit mehreren Jahrzehnten einen einzigartigen Aufbruch erlebt. Den Vortrag, den wir als Leitartikel wiedergeben, hat Pater Wallner Mitte März auf einem Symposium zur Neuevangelisierung in Passau gehalten. Die Veranstaltung verstand sich als Weiterführung der Initiative „Mission Manifest“, an deren Entstehung auch Wallner mitgewirkt hatte. Er erinnert in seinen Ausführungen an die erste These des Manifests, in der es heißt: „Uns bewegt die Sehnsucht, dass Menschen sich zu Jesus Christus bekehren. Es ist nicht mehr genug, katholisch sozialisiert zu sein. Die Kirche muss wieder wollen, dass Menschen ihr Leben durch eine klare Entscheidung Jesus Christus übergeben.“

Orte, an denen Bekehrungen geschehen und der Glaube zum Blühen kommt, zeichnen sich vor allem durch eine Atomsphäre der Einheit, der Geschwisterlichkeit und des gegenseitigen Vertrauens aus. Es herrscht ein positiver Geist, der Ausschau nach dem Guten, nach den Quellen der Freude und der Heiligkeit hält. Die Entscheidung für Christus reift im Gebet und durch die Beheimatung in einer überzeugenden Glaubensgemeinschaft heran, in der Kraft und der Freiheit des Heiligen Geistes.

So sind die geistlichen Zentren ein prophetisches Zeichen für die ganze Kirche. Wie es Jesus selbst in seinem Hohepriesterlichen Gebet unterstrichen hat, kann die Welt nur zum Glauben an Ihn, den Sohn Gottes und einzigen Erlöser der Menschen, finden, wenn seine Jünger eins sind, wie Er und der Vater eins sind. Nicht nur in kleinen Kreisen, sondern auch im Großen muss die Kirche den frohmachenden Geist der Einheit ausstrahlen, um Menschen zu Christus führen zu können. Jeder muss dazu seinen Beitrag leisten, auf allen Ebenen des kirchlichen Lebens; denn der Friede erwächst aus den Herzen der einzelnen Menschen. Gleichzeitig ist er ein Geschenk von oben, das allein aus der persönlichen Beziehung mit Christus hervorgeht.

Heute gleicht die Kirche dem zerrissenen und geschundenen Leib des Herrn im Todeskampf auf Golgatha. Dem Widersacher und „Auseinanderwerfer“ ist es gelungen, die Jünger des Herrn immer mehr gegeneinander aufzubringen und die Einheit zu zerstören. Wie sehr ist es heute notwendig, der Sintflut an Verdächtigungen, Beschuldigungen und Angriffen mit der verwandelnden Liebe des Auferstandenen zu begegnen. Die Verwirrung können wir nur mit der Haltung des Herrn überwinden, der die Macht des Bösen in der Demut des Kreuzes besiegt hat. Möge uns ein österlicher Sieg geschenkt werden, der Einheit schenkt!

Liebe Leser, für diesen Weg haben wir uns entschieden, diesem Auftrag des Evangeliums wollen wir dienen. Von Herzen danken wir Ihnen für Ihre Unterstützung und wünschen Ihnen ein frohes Osterfest. Auf die Fürsprache Mariens erbitten wir Ihnen Gottes reichen Segen.


Das Beispiel des Stiftes Heiligenkreuz

Mission braucht geistliche Zentren

Von P. Karl Wallner OCist

Vom 15. bis 17. März 2019 fand in Passau ein Symposium zum Thema Evangelisierung statt. Referenten wie Professor Dr. Ludger Schwienhorst-Schönberger von der Universität Wien setzten den Akzent vor allem auf die Bibel als „Quelle und Weg der Evangelisierung“. Dr. Katrin Brockmöller aus Stuttgart hob dabei den persönlichen Umgang mit der Heiligen Schrift hervor. Sie entfaltete das Thema „Bibel lesen mit Herz und Verstand! – Das ‚Lectio-Divina-Projekt‘ als konkreter Beitrag zur Evangelisierung“. Der Augsburger Weihbischof Florian Wörner berichtete von einem Projekt der Neuevangelisierung in der Pfarrei von und mit Jugendlichen, das unter dem Namen „Missionarische Woche“ läuft. Prof. P. Karl Wallner OCist sprach am Beispiel des Stiftes Heiligenkreuz zum Thema „Mission braucht geistliche Zentren“. Nachfolgend geben wir seinen Vortrag in leicht bearbeiteter Form wieder. Die Ausführungen, die er dabei über die Medienarbeit des Stiftes Heiligenkreuz machte, bringen wir im nächsten Heft als eigenen Beitrag. weiter...


Totenerweckungen und die Hoffnung auf das ewige Leben

Jesus hat Macht über den Tod

Von Peter Dyckhoff

Ein neues Buch von Dr. Peter Dyckhoff trägt den Titel „Jesus erweckt die Toten“.[1] Die Evangelien berichten von drei solchen Wundern, die Jesus gewirkt hat. Was bedeuten sie? Um diese Machttaten besser verstehen zu können, zieht Dyckhoff zunächst Parallelen zu den Propheten Elija und Elischa im Alten Testament. Von Totenerweckungen ist also bereits vor Jesus die Rede, interessanterweise insgesamt auch dreimal. Schließlich blickt Dyckhoff in die Zeit danach, als die Apostel Petrus und Paulus jeweils einen Toten erwecken. Immer handelt es sich jedoch nur um das Zurückholen eines Toten in das irdische Leben. Aber genau dies wirft ein Licht auf die Macht Gottes und das Geheimnis der Auferstehung. Der Autor stellt die Publikation kurz vor. weiter...


Paulus holt einen Unfalltoten ins Leben zurück

„Beunruhigt euch nicht: Er lebt!“

Von Peter Dyckhoff

Die Berichte von Totenerweckungen in der Heiligen Schrift offenbaren den göttlichen Plan zur endgültigen Erlösung des Menschen. Sie sind eine wichtige Hilfe, um eine Vorstellung von der christlichen Hoffnung auf das ewige Leben zu gewinnen und im Glauben gestärkt zu werden. Denn nach dem Evangelium geht es nicht nur um ein Weiterleben nach dem Tod, also um die Unsterblichkeit der Seele, sondern um das ewige Leben als Teilhabe am Leben Gottes selbst sowie um die Vollendung des menschlichen Lebens in der Auferstehung des Leibes. Nachfolgend erschließt Dr. Peter Dyckhoff die tiefe Bedeutung der Erweckung des jungen Mannes Eutychus durch den Apostel Paulus im Kontext der Ereignisse, wie sie in der Apostelgeschichte überliefert sind. weiter...


„Ich wünsche, dass dieses Bild verehrt wird“

Das Gnadenbild des Barmherzigen Jesus

Von Marko Kornelije Glogović OSPPE

Das sog. „Bild vom Barmherzigen Jesus“ geht auf eine Vision der hl. Schwester Faustyna Kowalska am 22. Februar 1931 zurück. Jesus forderte sie auf, ein Bild nach dieser Erscheinung zu malen. Da sie selbst nicht in der Lage war, wurde der Auftrag 1934 vom Kunstmaler Eugeniusz Kazimirowski ausgeführt. In der weltweiten Verehrung setzte sich jedoch eine Darstellung durch, die 1943 von Adolf Hyła geschaffen wurde. 2017 veröffentlichte der kroatische Paulinerpater Marko Kornelije Glogović OSPPE (geb. 1976) ein Buch, das nun unter dem Titel „Das Gnadenbild des Barmherzigen Jesus. Geschichte – Gebete – Meditationen“ auch auf Deutsch erschienen ist.[2] Darin hebt Pater Glogović vor allem die Bedeutung des ersten Bildes hervor. Nachfolgender Auszug beleuchtet die Hintergründe. weiter...


Fatima und die junge Bundesrepublik (Teil 15)

Parallelen zur Gegenwart und mögliche Lehren

Von Dorothea und Wolfgang Koch

Die Artikelserie von Prof. Dr. Wolfgang Koch und seiner Ehefrau Dorothea findet mit Gedanken über mögliche Lehren für die Gegenwart ihren Abschluss. In 15 Folgen haben sie den unerwarteten Aufschwung der jungen Bundesrepublik nach dem II. Weltkrieg beleuchtet. Es ist ihnen gelungen nachzuweisen, dass Deutschland seinen Neuanfang ganz wesentlich katholischen Persönlichkeiten wie Konrad Adenauer verdankt. Aus tiefer Glaubensüberzeugung heraus haben sie die Weichen für die Zukunft gestellt und der gesellschaftspolitischen Entwicklung einen katholischen Stempel aufgeprägt. Doch setzten sie ihr Vertrauen nicht nur auf abstrakte Werte und Wahrheiten, sondern auf das Wirken der göttlichen Gnade. So bereiteten sie einem neuen marianischen Aufbruch den Weg, der zu einer breiten Vertiefung des Glaubenslebens und der liturgisch-sakramentalen Frömmigkeit führte. Ein besonderes Augenmerk gilt zur Abrundung der bekannten Schriftstellerin Ida Friederike Görres (1901-1971). Ihre schonungslose Analyse und ihr besorgter Blick in die Zukunft könnten aktueller nicht sein, doch sind sie bei ihr verbunden mit einer übernatürlichen und deshalb unzerstörbaren Liebe zur Kirche. weiter...


Radio Horeb greift mit neu gestaltetem „Abend der Jugend“ jugendrelevante Themen auf

Es ist Jesus, den ihr sucht!

Von Richard Kocher

Radio Horeb stellt sich der Herausforderung, auch an junge Menschen heranzukommen. Sie sollen durch eine ansprechende Vermittlung von Glaubensinhalten erreicht werden. Dazu hat der Sender den sog. „Abend der Jugend“ jeweils am Montag ab 19:45 Uhr neu gestaltet. Mit der Jugendsynode im Herbst 2018 setzte sich die Kirche zum Ziel, sich wirklich auf die Welt der Jugendlichen von heute einzulassen und auf ihre Fragen zu hören, um ihnen das Evangelium als Antwort erschließen zu können. Programmdirektor Dr. Richard Kocher spannt einen Bogen von Papst Franziskus zu Johannes Paul II., der mit seiner Botschaft die Herzen der jungen Menschen berührte. Zum Empfang von Radio Horeb s. unter www.radiohoreb.de weiter...


Katechumenat und Sakrament

Wege aus der Krise

Von Richard Kocher

Pfarrer Dr. Richard Kocher hielt am 31. Januar 2019, dem Festtag des hl. Don Bosco, eine Predigt zum Thema „Erneuerung der Kirche“. Lange habe man versucht, sich mit der Erklärung zu trösten, die Kirchenaustritte wären ein gewisses „Gesundschrumpfen“. Doch inzwischen könne der rasante Niedergang des kirchlichen Lebens nicht mehr schöngeredet werden. Was ist zu tun? Pfarrer Kocher sieht den einzigen Ausweg in einer „theozentrischen Wende“, die sich in einem inständigen Gebet um Berufungen und in einer missionarischen Erneuerung der Gemeinden manifestieren müsse. Statt einer Sakramentenspendung an Ungläubige plädiert er für ein intensives Katechumenat als Voraussetzung für den Empfang der Sakramente. weiter...


Wege der Erneuerung

Gebetsgruppen für die Kirche

Von Günther Zoppelt

Günther Zoppelt (geb. 1958) setzt sich seit vielen Jahren für eine Erneuerung des Glaubenslebens ein. Dazu hat er verschiedene apostolische Initiativen ins Leben gerufen. Angesichts der aktuellen Bedrängnisse sieht er eine Lösung in sog. „Gebetsgruppen für die Kirche“. weiter...


„Kirche in Not“ macht seit 70 Jahren mobil

Fahrzeuge für Gott

Von Volker Niggewöhner

Vor 70 Jahren startete die vom „Speckpater“ Werenfried van Straaten (1913-2003) gegründete „Ostpriesterhilfe“ (heute „Kirche in Not“) ihre Aktion „Ein Fahrzeug für Gott“. Sogenannte „Rucksackpriester“ wurden motorisiert, um unter den Vertriebenen in protestantischen Gebieten der norddeutschen Diaspora Seelsorge zu leisten. Volker Niggewöhner über eine Pioniertat des deutschen Katholizismus nach dem Zweiten Weltkrieg. weiter...


Nachlese zum Jubiläumsjahr „600 Jahre Niklaus von Flüe“

Ein Kompass zum Leben

Von Roland Gröbli

Dr. Roland Gröbli (geb. 1960) stammt aus Ennetmoos in der Schweiz. Er ist Historiker und promovierte über den hl. Bruder Klaus (1417-87). Seine Dissertation erschien 1989 unter dem Titel „Die Sehnsucht nach dem ,einig Wesen‘ – Leben und Lehre des Bruder Klaus von Flüe“. Sie erlebte bereits mehrere Auflagen und gilt als biografisches Standardwerk zu Niklaus v. Flüe. Gröbli war Präsident des Wissenschaftlichen Beirats zum Gedenkjahr „600 Jahre Niklaus von Flüe“. 2016 erstellte er im Auftrag des Trägervereins des Jubiläumsjahres die Schriften „Einführung in Leben und Wirken von Niklaus von Flüe“ sowie „Einführung in die lebendige Erinnerungskultur zu Niklaus von Flüe heute“. Das Jubiläumsjahr ist abgeschlossen und nun gilt es, seine Früchte zur Geltung zu bringen. Gröbli bietet dazu eine Artikelserie an, die wir unter dem Titel „Nachlese zum Jubiläumsjahr ,600 Jahre Niklaus von Flüe‘“ veröffentlichen. In einem ersten Beitrag stellt Gröbli die Monografie von Pfarrer Bernard Schubiger über das bekannte Meditationsbild des hl. Bruder Klaus vor.[3] Nach Gröbli ist es ein profundes Werk, das unser Wissen über die Spiritualität des Heiligen erweitert. weiter...

 

Maria und die Auferstehung Christi

Papst Johannes Paul II. erklärte bei der Generalaudienz am 21. Mai 1997: „Nach der Beisetzung Jesu im Grab hält Maria als einzige die Flamme des Glaubens wach und bereitet sich darauf vor, die frohe und staunenswerte Nachricht von der Auferstehung zu empfangen…"[4] weiter...


Programmbeschwerde an ARD nach Anne Will-Talkshow zu Abtreibung

„Kein seriöser Journalismus“

Von Christiane Lambrecht

Christiane Lambrecht ist Vorsitzende der Christdemokraten für das Leben/Bayern und nimmt in Ihrer Programmbeschwerde an die ARD nach der Talkshow von Anne Will über das Thema „Recht auf Leben und Selbstbestimmung – die neue Debatte über Abtreibungen“ kein Blatt vor den Mund. Die Diskussion von Franziska Giffey, Kristina Hänel, Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, Philipp Amthor und Teresa Bücker am 3.2.2019 betrachtet sie als skandalöse Stimmungsmache. Ihr aufrüttelnder Einspruch verdient größte Hochachtung und sollte viele Menschen zur Nachahmung ermutigen. weiter...


Wir brauchen einen gesellschaftlichen Wandel!

Von Christiane Lambrecht

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Der Artikel ist veröffentlicht in der Zeitschrift Kirche heute Nr. 4/April 2019
© Kirche heute Verlags-gGmbH (Altötting)


[1] Peter Dyckhoff: Jesus erweckt die Toten, geb. mit Lesebändchen, 144 S., mit 40 Abb., 15,95 Euro (D), 16,40 Euro (A), ISBN: 978-3-9479310-4-0, Verlag Media Maria, Illertissen 2019, Tel. 07303-9523310, Fax: 07303-9523315, E-Mail: buch@ media-maria.de, Internet: www.media-maria.de
[2] Marko Kornelije Glogović OSPPE: Das Gnadenbild des Barmherzigen Jesus – Geschichte – Gebete – Meditationen, geb., 176 S., 14,95 Euro (D), 15,40 Euro (A), ISBN: 978-3-9479310-5-7, Verlag Media Maria, Illertissen 2019, Tel. 07303-9523310, Fax: 07303-9523315, E-Mail: buch@ media-maria.de – Internet: www.media-maria.de
[3] Abbé Bernard Schubiger: Le tissu de méditation de Nicolas de Flue, Une boussole pour la vie, Parvis Verlag, Hauteville 2018, 336 S., 24,00 Euro, ISBN 978-2-880224479.
[4] Erzbischof Karl Braun: Maria und der Auferstandene, Lindenberg i. Allgäu, 40 S., 10 Abb., 14 x 19 cm, 1. Aufl. 2017, ISBN 978-3-95976-065-2, Euro 5,– , Bestellung: Tel. 08381-83721, Fax 08381-83749, kunstverlag-fink.de