Nachfolgend lediglich die Überschriften und Hinführungen zu den einzelnen Beiträgen.

Die letzten drei Nummern von Kirche heute sind jeweils noch nicht online gestellt.
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Juli 2019

Liebe Leser

Von Erich Maria Fink und Thomas Maria Rimmel

„Als Mann und Frau schuf er sie“, so lautet der Titel eines neuen Dokumentes der Kongregation für das Katholische Bildungswesen, das sich sehr kritisch mit der sog. „Gender-Theorie“ auseinandersetzt. Veröffentlicht wurde es am Pfingstmontag, dem von Papst Franziskus neu eingeführten Gedenktag „Maria, Mutter der Kirche“. Doch trägt das umfangreiche Schreiben das Datum vom 2. Februar 2019, dem Fest der Darstellung des Herrn im Tempel. Unterzeichnet wurde es von Kardinal Giuseppe Versaldi, dem Präfekten der Bildungskongregation.

Das Dokument war lang erwartet worden. Und es sollen weitere Stellungnahmen des Vatikans zur Gender-Ideologie folgen, beispielsweise eine theologische Erklärung der Glaubenskongregation. Den Anfang sollte jedoch bewusst die Kongregation machen, die sich mit Erziehungsfragen befasst. Denn für die Kirche besteht der größte Skandal in der Einführung des Gender-Mainstreams in die Lehrpläne von Schulen und in die Erziehungskonzepte von Kindergärten und Kinderkrippen.

Papst Franziskus sieht darin eine Bedrohung der Menschheit, der die Kirche mit allen Mitteln entgegentreten müsse. Wie ein roter Faden zieht sich die Ablehnung der Gender-Theorie durch sein ganzes Pontifikat. Auch das neue Dokument trägt eindeutig seine Handschrift, die besonders deutlich zutage tritt, wenn er auf Pressekonferenzen oder anderen Begegnungen frei auf Fragen antwortet. So spricht er von „Gemeinheit“ und „Boshaftigkeit“, wenn der Versuch unternommen wird, Kindern einzureden, sie müssten ihr Geschlecht erst entdecken und könnten es frei wählen. Besonders seine Auslandsreisen nützt Franziskus regelmäßig dazu, die Ausbreitung der Gender-Ideologie anzuprangern und mit dieser familienfeindlichen „Kolonialisierung“ hart ins Gericht zu gehen.

So erzählte er auf dem Rückflug von seiner Apostolischen Reise nach Georgien und Aserbaidschan am 2. Oktober 2016 das Beispiel einer katholischen Familie in Frankreich. Der Vater habe seinen zehnjährigen Sohn gefragt, was er später einmal werden wolle. Dieser habe geantwortet: „Ein Mädchen!“ Der Vater habe bemerkt, dass in den Schulbüchern seines Sohnes die Gender-Theorie gelehrt werde. „Und das ist gegen die Natur!“, stellte der Papst fest. Wenn man diese Dinge in der Schule gezielt unterrichte, um die Mentalität zu ändern, so nenne er dies „ideologische Kolonialisierung“.

Für Papst Franziskus steht mit der Gender-Ideologie die Herzmitte der christlichen Offenbarung auf dem Spiel. In der Erschaffung des Menschen als Mann und Frau spiegle sich das Wesen Gottes selbst wider, der lebendige Liebe im Austausch unter den drei göttlichen Personen sei. Der Unterschied von Mann und Frau sei das Meisterwerk des Schöpfers, in dem die Berufung des Menschen zur Liebe und Fruchtbarkeit aufstrahle. Werde dieser Unterschied geleugnet und ausgemerzt, gerate die gesamte Weltordnung aus den Fugen. Papst Franziskus ist sich bewusst, wie allergisch und aggressiv die heutige Öffentlichkeit mit ihrer politischen und medialen Macht auf jede Infragestellung der Gender-Theorie reagiert. Doch angesichts der Gefahren, die mit dieser globalen Verirrung verbunden sind, scheut er vor dem zu erwartenden Konflikt nicht zurück.

Liebe Leser, in dieser historischen Stunde, in der die Kirche vor der Welt ihr Zeugnis gibt, gilt es, sich mit ganzer Kraft hinter Papst Franziskus zu stellen und ihn vor allem im Gebet zu unterstützen. Mit einem aufrichtigen Vergelt’s Gott für Ihre Spenden wünschen wir Ihnen auf die Fürsprache Mariens, der Mutter der Kirche, Gottes reichen Segen.


Vatikan verurteilt Gender-Ideologie

„Kulturelle und ideologische Revolution“

Von Anian Christoph Wimmer

In einem ausführlichen neuen Schreiben verurteilt die Bildungskongregation des Vatikans die Gender-Ideologie und bekräftigt die Grundlagen menschlicher Würde, der Unterschiedlichkeit der Geschlechter und der christlichen Freiheit. Es trägt den Titel „Als Mann und Frau schuf er sie“ (Gen 1,26-27) und plädiert für einen „Weg des Dialogs zur Genderfrage in der Bildung“. CNA Deutsch stellt das Dokument vor, das auf den 2. Februar 2019 datiert ist, aber erst Anfang Juni veröffentlicht wurde. weiter...


Die Grammatik der heilsgeschichtlichen Offenbarung

„Als Mann und Frau schuf er sie“

Von Bischof Rudolf Voderholzer

Am 14. Juni 2019 feierte der Regensburger Bischof Dr. Rudolf Voderholzer (Bild aus 2017) in der Münsterkirche in Ingolstadt ein Pontifikalamt zur Eröffnung des 19. Kongresses „Freude am Glauben“, der jedes Jahr vom „Forum Deutscher Katholiken“ veranstaltet wird. Sein Motto lautete heuer „Ohne Gott – keine Zukunft!“ Ausgehend von der Verkündigungsszene stellte Voderholzer in seiner Predigt eine Verbindung zwischen der „Tochter Zion“ im Alten Testament und Maria, der Mutter des Erlösers, her. Auf diesem Hintergrund ging er auf die Themen Ehe, Weiheamt und Gender-Ideologie ein. Nachfolgend der zweite Teil seiner Predigt. weiter...


Kampf um den kostbarsten Schatz Europas

Die Familie im Würgegriff der EU

Von Werner Münch

Professor Dr. Werner Münch, Politikwissenschaftler und ehemaliger Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, bietet eine umfassende Analyse des gesellschaftspolitischen Kampfes um Ehe und Familie in Europa. Von 1984 bis 1990 war er auch Mitglied des Europäischen Parlaments. Schonungslos deckt er auf, wie die Politik der Europäischen Union das christliche Menschenbild systematisch demontiert und durch pseudo-wissenschaftliche Ideologien ersetzt. Der Gender-Mainstream konnte sich in rasender Geschwindigkeit auf allen Ebenen durchsetzen und rüttelt inzwischen an den sozialen Fundamenten der europäischen Gesellschaft. Zerstörte Ehen und Familien, psychisch gestörte Kinder und eine völlig unkontrollierte Biotechnologie ohne Achtung vor der Würde des menschlichen Lebens sind die Folge. Für Werner Münch hat die Stunde des Zeugnisses geschlagen. Jeder ist gerufen, aufzuklären und zu handeln – mit Gebet und Gottvertrauen. weiter...


Hochschätzung der Familie

Auf seiner Apostolischen Reise in die Vereinigten Arabischen Emirate hat Papst Franziskus am 4. Februar 2019 in Abu Dhabi zusammen mit dem Großimam von Al-Azhar, Ahmad Al-Tayyeb, ein „Dokument über die Brüderlichkeit aller Menschen für ein friedliches Zusammenleben in der Welt“ unterzeichnet. Diese gemeinsame Erklärung kann als historisches Ereignis bezeichnet werden, dessen Bedeutung für Frieden und Gewissensfreiheit sowie für die Möglichkeiten christlicher Mission noch gar nicht abzusehen ist. Darin findet auch die Wertschätzung der Familie ihren Ausdruck, auch wenn unterschiedliche Vorstellungen dahinterstehen mögen. Einige kurze Auszüge. weiter...


Himmelschreiender Skandal

Das Töten wird hofiert

Von Cornelia Kaminski

Kristina Hänel (Gießen) hat bereits mehr als 10.000 Tötungen von Kindern im Mutterleib durchgeführt. Da sie auf ihrer Homepage für Abtreibungen warb, wurde sie vom Landgericht Gießen zu einer Geldstrafe verurteilt. Der Fall sorgte bundesweit für Aufsehen und führte letztlich dazu, dass die Bundesregierung eine Reform des Paragraphen 219a einleitete und das Werbeverbot aufweichte. Friedrich Andreas Stapf (München), der an der Einführung der Fristenlösung im Jahr 1993 beteiligt war, hat in seiner Praxis schon über 140.000 Abtreibungen vorgenommen, jährlich rund 3000. Er hatte 1968 seine schwangere Freundin zu einer illegalen Abtreibung ihres Sohnes begleitet und war „fasziniert von diesem Handwerk“. 1998 erklärte er: „Abtreibungsarzt war immer mein Traumberuf“. Beide wurden am 8. März 2019, dem Weltfrauentag, von der SPD im Ostallgäu und der „Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen“ mit dem Preis „Rote ASF-Rose“ ausgezeichnet. Damit sollte ihr Engagement für die Gleichstellung von Mann und Frau gewürdigt werden. Am 7. Juni waren die beiden nun zu einer Podiumsdiskussion an den Münchener Kammerspielen eingeladen. Cornelia Kaminski, die Bundesvorsitzende der Aktion Lebensrecht für Alle e.V. (ALfA), gab dazu eine Stellungnahme ab. weiter...


Symbol wiedergewonnenen Glaubens?

Sühnekirche Sagrada Família in Barcelona

Von Dorothea und Wolfgang Koch

Zum 100. Todestag des Architekten Antoni Gaudí soll die Kirche „La Sagrada Família“ in Barcelona vollendet werden. Dieses Ziel haben sich die Beteiligten nun gesetzt. Zu seinen Lebzeiten wussten die Fachleute nicht, ob sie Gaudí für einen Verrückten oder für ein Genie halten sollten. Im Jahr 2000 leitete die Kirche unter Papst Johannes Paul II. jedenfalls das Seligsprechungsverfahren ein und Benedikt XVI. verlieh dem Gotteshaus anlässlich der Einweihung am 7. November 2010 den Titel einer päpstlichen Basilika. Seit 2005 zählt die Kirche auch zum UNESCO-Weltkulturerbe. 1882 hatte Gaudi ohne jede Bewilligung mit dem Bau begonnen und auf einen entsprechenden Antrag drei Jahre später keine Antwort erhalten. Dennoch setzte er seine Arbeit fort, bis er am 10. Juni 1926 starb, nachdem er wenige Tage zuvor von einer Straßenbahn erfasst worden war. Am 7. Juni 2019, also 137 Jahre nach Baubeginn, erteilte nun Barcelonas Stadtverwaltung eine offizielle Baugenehmigung. weiter...


Frustration und Resignation

Von Papst Franziskus

Bereits bei der Generalaudienz am 15. April 2015 nannte Papst Franziskus die „Gender-Theorie“ beim Namen.  Sie sei Ausdruck von Frustration und Resignation. Denn der Versuch, den Unterschied von Mann und Frau auszulöschen, stelle nicht die Lösung, sondern vielmehr das eigentliche Problem dar. Im Unterschied und der wechselseitigen Ergänzung von Mann und Frau zeige sich der Höhepunkt der göttlichen Schöpfung. Nachfolgend eine gekürzte Fassung der Katechese. weiter...


Neuer UN-Gedenktag am Fest Maria Königin

Für Opfer religiöser Verfolgung

Das weltweite päpstliche Hilfswerk „Kirche in Not“ begrüßt die Entscheidung der Vollversammlung der Vereinten Nationen, wonach der 22. August als neuer „Internationaler Gedenktag für Opfer von Gewalt wegen ihrer Religion oder ihres Glaubens“ begangen werden soll. „Diese Entscheidung ist eine klare Botschaft und ein klarer Auftrag, dass die Vereinten Nationen, ihre Mitgliedsstaaten und die Zivilgesellschaft religiös motivierte Gewalt nicht tolerieren können und werden“, sagte Mark von Riedemann, Direktor für Öffentlichkeitsarbeit und Belange der Religionsfreiheit in der internationalen Zentrale von „Kirche in Not“ in Königstein im Taunus. weiter...


Friedenskuss von Religion und Recht

Die Würde des Menschen

Von Erzbischof Georg Gänswein

Erzbischof Georg Gänswein hielt am 4. Juni 2019 beim Jahresempfang des Foyers „Kirche und Recht“ in Karlsruhe einen richtungweisenden Vortrag über „das Alpha und Omega der Menschenwürde“. Zum 70. Jahrestag des Grundgesetzes betonte er, dass der Schlüsselbegriff dieser rechtlichen und politischen Grundordnung der Bundesrepublik Deutschland, nämlich die unantastbare Würde des Menschen, nur im Licht der christlichen Offenbarung wirklich verstanden werden könne. Nachfolgend einige Auszüge aus der Rede, welche zwar nicht die gesamte Spannung, jedoch entscheidende Inhalte wiedergeben können. weiter...


Ein Besuch bei der Philosophin Alice von Hildebrand

Das Erbe eines großen Denkers

Von Daniel Eichhorn FSSP

Der Philosoph Dietrich von Hildebrand (1889-1977) hinterließ ein wertvolles Erbe. Sein ganzes Denken beruhte auf der Erkenntnis, dass die menschliche Person den höchsten Wert darstellt, auf den alles menschliche und politische Handeln ausgerichtet sein muss. Mit der Personalität des Menschen aber sind die sittlichen Werte verbunden, mit denen sich Dietrich von Hildebrand zeitlebens auseinandergesetzt hat. Aus einer protestantischen Familie stammend konvertierte er nach seiner Promotion bei Edmund Husserl im Alter von 25 Jahren zum katholischen Glauben. Auf der Flucht vor nationalsozialistischer Verfolgung fand er schließlich in New York eine neue Heimat. Dort heiratete er im Jahr 1959 nach dem Tod seiner Frau Margarete die um 34 Jahre jüngere Alice Jourdain, die bei ihm an der Jesuiten-Hochschule studiert hatte. Pater Dr. Daniel Eichhorn FSSP berichtet von einer persönlichen Begegnung mit Alice von Hildebrand in New York. weiter...


Zweifache Heilung durch Unsere Liebe Frau von Lourdes

Anni Angele aus Leutkirch

Von Alina Rafaela Oehler

Anni Angele stammte aus Leutkirch im württembergischen Allgäu. Sie wurde am 20. November 1929 geboren und starb im 88. Lebensjahr am 16. Januar 2017. Ihr Leben birgt ein Geheimnis. Mit sieben Jahren war sie an Tuberkulose erkrankt. Es begann ein jahrzehntelanger Leidensweg, der auch zur Erblindung führte. 1978 pilgerte sie nach Lourdes und wurde dort von ihrer Krankheit geheilt. Ohne Beschwerden kehrte sie nachhause zurück, doch ohne das Augenlicht erlangt zu haben. Am Sonntag, den 11. Februar 1979, dem Gedenktag Unserer Lieben Frau von Lourdes, erfuhr sie eine zweite Heilung. Sie konnte wieder sehen, doch war sie bis zum Tod ein lebendiges Wunder. Denn für ihre Sehkraft fanden die Ärzte keine Grundlage.[1] weiter...


Papst Franziskus leistet der Welt von heute einen prophetischen Dienst

Wir brauchen eine heilende Kirche

Von Pietro Magliozzi M.I.

Der aus Rom stammende Kamillianerpater Pietro Magliozzi M.I. ist Nationaldirektor für die Krankenpastoral der katholischen Kirche in Chile. Er ist tagtäglich mit der Not der Menschen konfrontiert, aber auch mit der erschreckenden Krise der katholischen Kirche in Chile, insbesondere aufgrund der Missbrauchsskandale und des Mangels an Berufungen. Für den Dienst, den Papst Franziskus der Kirche in der heutigen Zeit erweist, ist er unendlich dankbar. Er sieht im Papst einen prophetischen Hirten, der mit seinem Bemühen an den entscheidenden Stellen ansetzt. Vor allem schätzt er ihn als Erbauer einer Kirche, die versucht, zunächst selbst eine gesunde Gemeinschaft zu werden, um dann auch heilend in die Welt hineinwirken zu können. Mit tiefem Schmerz beobachtet er, wie Franziskus dabei missverstanden und angegriffen wird. weiter...


50 Kirchen in Rom

Spiritueller Rundgang

Von Kurt Kardinal Koch

Josef Fink hat in seinem Kunstverlag einen neuen Romführer herausgebracht.[2] Am 22. Mai dieses Jahres konnte er Papst Franziskus ein Exemplar überreichen. Es handelt sich um einen spirituellen „Begleiter“, der helfen kann, dass ein Besuch der Heiligen Stadt zu einer echten Wallfahrt im Geist des Gebetes und der geistlichen Betrachtung wird. Den Text verfasste Dr. Cornelius Roth (geb. 1968), renommierter Professor für Liturgiewissenschaft und Spiritualität an der Theologischen Fakultät Fulda, die eindrücklichen Fotos stammen von Carlo Böttger. Nachfolgend das Geleitwort von Kurt Kardinal Koch. weiter...


Polnisches Heiligtum unter dem Zeichen „Maria – Mutter Europas“

Marienkapelle im Dom von Oppeln

Von Notker Hiegl OSB

Pater Notker Hiegl OSB, der die Gebetsgemeinschaft „Maria – Mutter Europas“ ins Leben gerufen hat, setzt sich seit Jahren dafür ein, dass in verschiedenen europäischen Ländern für eine christliche Zukunft des Kontinents gebetet wird. Nun ist es ihm gelungen, ein polnisches Heiligtum in die „Sternenkrone“ der Gottesmutter einzufügen. weiter...


Nachlese zum Jubiläumsjahr „600 Jahre Niklaus v. Flüe“ (4)

Zwei Friedensstifter: Niklaus von Flüe und Charbel Makhlouf

Von Roland Gröbli

Dr. Roland Gröbli (geb. 1960) ist Historiker und hat 2017 den Wissenschaftlichen Beirat zum Gedenkjahr „600 Jahre Niklaus von Flüe“ geleitet. Er macht auf eine Friedensinitiative aufmerksam, welche ihren entscheidenden Impuls aus der Spiritualität der beiden Heiligen Niklaus von Flüe und Charbel Makhlouf aus dem Libanon schöpft. Die katholische Kirche feiert das Fest des hl. Charbel am 24. Juli. Dieses Datum hängt nicht mit seinem Lebenslauf zusammen – er wurde am 8. Mai 1828 geboren und starb am Heiligen Abend, dem 24. Dezember 1898. Vielmehr erinnert der Gedenktag an die Umbettung seines Leichnams am 24. Juli 1927. Charbel war zunächst im Gemeinschaftsgrab seines Klosters bestattet worden. Aufgrund der zahlreichen Gebetserhörungen, die sich auf seine Fürsprache ereignet hatten, entschied sich die maronitische Kirche für eine Beisetzung in der Klosterkapelle. Bei der Öffnung des Sarges wurde sein Leichnam völlig unverwest vorgefunden. Auch sein Mönchsgewand war unbeschädigt, aber von einer geheimnisvollen Flüssigkeit getränkt, die aus seinem Körper austrat. Von diesem Tag an hatten Verehrung und wunderbare Heilungen sprunghaft zugenommen. weiter...


[1] Alina Rafaela Oehler: Anni Angele – Ein Leben für Gott und die Menschen, Pb., 42 S., 13 Farbfotos, 5,00 Euro, ISBN: 978-3-86357-225-9, fe-Verlag, Kisslegg 2019, Tel. 07563-6089980, www.fe-medien.de
[2] Cornelius Roth: 50 Kirchen in Rom – Ein spiritueller Rundgang. Mit Aufnahmen von Carlo Böttger, 200 S., ca. 100 Abb., Format 14,8 x 21 cm, ISBN 978-3-95976-138-3, Euro 18,50, Kunstverlag Josef Fink, Lindenberg 2019 –  www.kunstverlag-fink.de