Nachfolgend lediglich die Überschriften und Hinführungen zu den einzelnen Beiträgen.

Die letzten drei Nummern von Kirche heute sind jeweils noch nicht online gestellt.
Die vollständige Ausgabe können Sie hier bestellen.

Dezember 2021

Liebe Leser

Von Erich Maria Fink und Thomas Maria Rimmel

Vor 50 Jahren ist das sog. „Theresienwerk“ entstanden. Eine Gemeinschaft von Priestern, Ordensleuten und Laien hatte sich zum Ziel gesetzt, die Spiritualität der hl. Thérèse von Lisieux (1873-1897) zu verbreiten. Es geht um den „Kleinen Weg“ der Hingabe und des Vertrauens, den die hl. Thérèse entdeckt und auf außerordentliche Weise verwirklicht hat. Sie ist ein strahlendes Vorbild für einen Weg zur Heiligkeit in den gewöhnlichen Dingen des Alltags geworden. Das Theresienwerk ist im ganzen deutschen Sprachraum engagiert. Deshalb wurde es bewusst in der Diözese Augsburg angesiedelt, um die Verbindung mit Österreich und der Schweiz zu erleichtern.

Inzwischen hat das Theresienwerk gewaltige Impulse erhalten, die man bei der Gründung noch nicht voraussehen konnte. Zum einen war es die Erhebung der hl. Thérèse von Lisieux zur Kirchenlehrerin im Jahr 1997, zum anderen die Selig- und Heiligsprechung ihrer Eltern Zélie und Louis Martin 2008 und 2015.

Gründergestalt ist der Jesuitenpater und Priesterseelsorger P. Maximilian Breig SJ (1913-1994), der vom Geist der hl. Thérèse begeistert war und dieses Feuer in den Herzen der Menschen entzünden wollte. Unermüdlich war er mit den Schätzen der Heiligen aus Lisieux unterwegs, um sie durch Vorträge und Einkehrtage unter die Gläubigen zu bringen. Einen besonderen Anlass, die Aufmerksamkeit noch mehr auf die hl. Thérèse zu lenken, sah er in ihrem 100. Geburtstag am 2. Januar 1973. Um die Feier dieses Jubiläums vorzubereiten, richtete er im Jahr zuvor einen Arbeitskreis ein. Doch dieser Kreis erkannte von Anfang an, dass er nicht nur eine vorübergehende Tätigkeit zur Organisation eines Festes ausüben, sondern in Zukunft das ganze Apostolat von P. Breig SJ mittragen und zur Entfaltung bringen sollte.

So wurde das Theresienwerk im Lauf des Jahres 1972 aus der Taufe gehoben. In Erinnerung an diesen Anfang begeht es nun 2022 ein ganzes Jubiläumsjahr. Es steht unter dem Thema „Mit Thérèse Jesus zu den Menschen bringen“, gewiss auch im Blick auf den 150. Geburtstag der Heiligen. Mit großer Dankbarkeit nehmen wir das Angebot des Theresienwerks auf, in KIRCHE heute das ganze Jahr 2022 über in jeder Ausgabe einen Artikel zu aktuellen Themen im Licht der Botschaft der hl. Thérèse zu veröffentlichen.

Es ist kein Zufall, dass die hl. Thérèse bereits am 14. Dezember 1927 von Papst Pius XI. neben dem hl. Franz Xaver zur Patronin der Weltmission erklärt worden ist. Ihr missionarischer Eifer und ihre Liebe zur Heiligen Schrift sind ein prophetisches Zeichen für unsere Zeit. Wie aktuell sind auch die Themen Familie und Priestertum, zu denen ein helles Licht von der Heiligen aus Lisieux ausgeht! Ihr Verständnis für Gehorsam, Kreuz und Herzensreinheit könnten den „Synodalen Weg“ entscheidend inspirieren.

Nicht nur der Name „Theresia vom Kinde Jesus und vom heiligen Antlitz“ passt wunderbar zu Weihnachten, sondern ihr ganzes Lebenszeugnis. Ein Zitat von ihr möge uns in dieser Vorbereitungszeit auf Weihnachten begleiten: „Das Wort Jesu bewahren, das ist die einzige Bedingung für unser Glück, das ist der Beweis unserer Liebe zu Ihm. Aber was ist denn nun dieses Wort? Mir scheint, das Wort Jesu ist Er selbst. Er, Jesus, das Wort, das Wort Gottes! Wir wissen also, welches das Wort ist, das wir bewahren müssen. Wir bewahren Jesus in unseren Herzen!“

Liebe Leser, um unser Apostolat weiterführen zu können, benötigen wir noch eine kräftige Unterstützung (IBAN: DE46 7116 0000 0001 1905 80). Schon jetzt sagen wir Ihnen ein tausendfaches Vergelt’s Gott für Ihre großherzige Spende und wünschen Ihnen von Herzen eine gnadenreiche Advents- und Weihnachtszeit.

 

Das Theresienwerk feiert sein goldenes Bestandsjubiläum

Mit der hl. Thérèse von Lisieux Jesus zu den Menschen bringen

Von Georg Gantioler FSO

Im Jahr 1972 wurde das sog. „Theresienwerk“ gegründet, das sich die Verbreitung der Spiritualität der hl. Thérèse von Lisieux (1873-1897) zum Ziel gesetzt hat. Die Entstehung des Werks zog sich über das ganze Jahr 1972 hin. Auf einem Treffen zur Vorbereitung einer Feier des 100. Geburtstags der hl. Thérèse, das vom 2. bis 4. Januar 1972 in Würzburg stattfand, wurde die Gründung eines „Theresienwerks“ mit Sitz in Augsburg beschlossen. Dort fand am 26. Oktober die Gründungsversammlung statt. Am 9. November folgte schließlich ein Dekret des Augsburger Bischofs Dr. Josef Stimpfle mit einer kirchlichen Empfehlung. So begeht das Theresienwerk zu seinem 50-jährigen Bestehen ein ganzes Jubiläumsjahr, das unter dem Thema steht: „Mit Thérèse Jesus zu den Menschen bringen“. Während dieses Jahres 2022 wird das Theresienwerk in jeder Ausgabe von KIRCHE heute einen Artikel zu einem aktuellen Thema im Licht des „kleinen Weges“ der hl. Thérèse veröffentlichen, verfasst von unterschiedlichen Autoren. Zum Auftakt blickt P. Georg Gantioler FSO, der derzeitige Leiter des Theresienwerks (www.theresienwerk.de), in nachfolgendem Beitrag auf die 50-jährige Geschichte zurück und deutet die inhaltliche Ausrichtung der Artikelserie an. weiter...

 

Impuls aus der Anfangszeit des Theresienwerks

Antwort auf die Glaubenskrise von heute

Von Maximilian Breig SJ

Der Gründer des Theresienwerks, P. Maximilian Breig SJ, hielt in den siebziger Jahren einen Vortrag zum Thema: „Theresia von Lisieux: Antwort in der Glaubenskrise der Kirche von heute“. Die Impulse, die er dem Lebenszeugnis der hl. Theresia von Lisieux entnimmt, haben an Aktualität nichts verloren. Sie können gerade in unserer Zeit, in der die Kirche durch den Missbrauchsskandal wie durch den Lösungsversuch des „Synodalen Wegs“ erschüttert wird, Orientierung geben. Der Vortrag leicht gekürzt. weiter...

 

Faltblatt der „Heimatmission“

Was feiern Christen an Weihnachten?

Von Günther Zoppelt

Die Katholische Neuevangelisierung in Wien hat im Rahmen ihrer Initiative „Heimatmission“ ein Faltblatt herausgebracht, das wichtige Gedanken zur Advents- und Weihnachtszeit enthält. Ziel der Aktion ist es, das Faltblatt möglichst weit zu verbreiten, um die Menschen wieder darauf aufmerksam zu machen, was die Christen an diesem beliebtesten Fest im Kirchenjahr eigentlich feiern. Günther Zoppelt stellt die Weihnachtsaktion vor. weiter...

 

Mann und Frau im Garten Eden: unverfügbar, unverzweckt und ohne Zwang

Entdeckung der Schönheit von Sexualität

Von Johannes Hartl

 „Eden Culture. Ökologie des Herzens für ein neues Morgen“,[1] so heißt ein neues Buch von Dr. Johannes Hartl (geb. 1979), das dieses Jahr im Herder-Verlag erschienen ist. Tatsächlich versteht Hartl seine spirituell-philosophischen Betrachtungen als Einladung zu einer neuen Kultur: der Eden Culture. Seine Gedanken kreisen um die beiden Brennpunkte Verbundenheit und Schönheit. Darin versucht er den Sinn des menschlichen Daseins für eine lebenswerte Zukunft aufzuzeigen. Seine Inspirationen stammen aus unterschiedlichen Forschungsbereichen. Neben Philosophie und Theologie lässt er Ergebnisse der Soziologie, Bindungsforschung, Psychotherapie und Kunstgeschichte einfließen. Der nachfolgende Auszug (S. 230ff. und 242-247), der sich mit der Entdeckung der zweckfreien Schönheit von Sexualität beschäftigt, überrascht mit der Feststellung, dass die Geschichte der sexuellen Befreiung gerade in dieser Hinsicht auch positiv beurteilt werden müsse. Damit bietet das Buch einen richtungsweisenden Beitrag zur Diskussion um die Morallehre der Kirche auf dem „Synodalen Weg“ in Deutschland. Hartl will unterwegs sein, „um Imaginationsräume aufzusprengen und ein neues Morgen spürbar zu machen“. weiter...

 

Sexualität im Licht der „Erlösung des Leibes“

Geheimnis der schönen Liebe

Von Erich Maria Fink

 „Eden Culture“ meint eine Lebensform, die sich durch die biblische Geschichte vom Garten Eden inspirieren lässt. Pfarrer Erich Maria Fink nimmt die Publikation zum Anlass, an die Lehrverkündigung des hl. Papstes Johannes Paul II. zu erinnern und einen Bogen zum „Synodalen Weg“ in Deutschland zu spannen. weiter...

 

„,Exodus 90‘ kann ich jedem empfehlen, besonders Pornografie-Abhängigen“

Ein Weg in die Freiheit

Von Felix Honekamp

Es ist ein großes Verdienst von Papst Benedikt XVI., dass er im Jahr 2009 die Legionäre Christi und das Regnum Christi einem tiefgreifenden Läuterungsprozess zugeführt hat. Das Ergebnis ist eine segensreiche Erneuerung dieser apostolischen Gemeinschaften, die sich im Lauf von zehn Jahren nicht nur erholt, sondern zu einer neuen Blüte entwickelt haben. 2018 wurden die Gottgeweihten Frauen und Gottgeweihten Männer im Regnum Christi durch den Heiligen Stuhl als „Gesellschaften des apostolischen Lebens“ anerkannt. Am 31. Mai 2019 traten die neuen Statuten in Kraft. – Unter den zahlreichen Initiativen der Regnum-Christi-Föderation findet sich das Programm „Exodus 90“, das vielen Männern auf der ganzen Welt zu einem neuen Leben verholfen hat. Felix Honekamp (geb. 1970), Unternehmensberater, verheiratet und Vater von zwei Kindern, legt ein Zeugnis von seinen Erfahrungen mit diesem Programm ab, dem er sich im Januar 2021 angeschlossen hat. Wer sich davon angesprochen fühlt und „freier“ werden will, kann sich bis zum 10. Dezember 2021 auf der deutschsprachigen Webseite des Regnum Christi anmelden, wo Männergruppen koordiniert werden: www.regnumchristi.eu/de/veranstaltungen-und-termine/
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Online-Kongress zum 25. Geburtstag von Radio Horeb 11.-12. Dezember 2021

Ein revolutionäres Sendekonzept

Von Richard Kocher

Zu seinem 25-jährigen Bestehen veranstaltet „Radio Horeb“ am 11. und 12. Dezember 2021 einen Online-Kongress. Grußworte und Beiträge werden nicht nur eingespielt, Gäste nicht nur zugeschaltet, sondern wichtige Teilnehmer wie die Geschäftsführung der Weltfamilie von Radio Maria und die Moderatoren von Radio Horeb werden tatsächlich in Balderschwang zusammenkommen und die Veranstaltung zusammen mit dem Leiter und Programmdirektor von Radio Horeb, Pfr. Dr. Richard Kocher, vor Ort ausrichten. Man kann das Radio zu seiner Erfolgsgeschichte nur beglückwünschen und ihm eine fruchtbare Zukunft wünschen. Mit seiner Treue zum Evangelium und seinem kirchlichen Geist ist es zu einem wertvollen Schatz im Reich Gottes geworden. weiter...

 

Entwicklung „neuer“ Menschenrechte (Teil 8)

Gibt es ein Recht auf Inanspruchnahme von „Leihmutterschaft“?

Von Grégor Puppinck

Der französische Rechtswissenschaftler Grégor Puppinck weist in seiner Analyse nach, wie sich auf internationaler Ebene eine erschreckende Ideologie ihren Weg bahnt, ohne dass die Weltöffentlichkeit bemerkt, was eigentlich passiert. Nach außen hin präsentiert sich die neue Form der Rechtsprechung als Verteidigung von „Menschenrechten“. Dahinter aber verbirgt sich ein menschen-verachtendes Weltbild, das die Würde des Menschen mit Füßen tritt. Wofür die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte von ihrem Ursprung her steht, nämlich für die Unantastbarkeit der Würde eines jeden Menschen und die damit verbundenen unveräußerlichen Rechte, wird auf den Kopf gestellt. Es ist der unverhohlenste Angriff auf die christlichen Werte und die vom Christentum geformte Kultur, den die Gesellschaft in der westlichen Welt je gesehen hat. Um ihr Ziel zu erreichen, versucht diese Ideologie unter anderem, gegen alle nationalen Widerstände das Recht auf Inanspruchnahme von „Leihmutterschaft“ durchzusetzen. Puppinck spricht in diesem Zusammenhang von Baby-Fabriken und einem skandalösen Menschenhandel. weiter...

 

Johannes Oesterreicher, Max Josef Metzger, Annie Kraus

Große Pioniere der Einheit

Von Jakob Knab

Studiendirektor Jakob Knab (geb. 1951) skizziert in seinem Beitrag, wie sich die Wege großer Pioniere der Einheit und des Friedens im 20. Jahrhundert gekreuzt haben. Sie inspirierten sich gegenseitig, endeckten im gemeinsamen Einsatz für ihre Ideale Christus und die Kirche, legten unerschrocken Zeugnis für ihren Glauben ab und hinterließen bedeutende Spuren. Der gebürtige Jude Johannes Österreicher, der sich mit 20 Jahren taufen ließ und drei Jahre später zum Priester geweiht wurde, war maßgeblich an der Abfassung der Judenerklärung des Zweiten Vatikanischen Konzils beteiligt. weiter...

 

Wie kann man an das Gute glauben?

Gott – die selbstlose Liebe

Von Engelbert Recktenwald FSSP

Pater Engelbert Recktenwald FSSP (geb. 1960) vermittelt einen Einblick in die philosophischen Auseinandersetzungen um das Gute, das der Mensch in seinem Gewissen als moralischen Anspruch erlebt. Doch bleiben seine Überlegungen nicht abstrakte Philosophie, vielmehr können sie uns helfen, unser ganzes Denken und unser Weltbild neu auf das Gute auszurichten. Sie zeigen einen Weg auf, wie wir zur Gewissheit über Gott und zum Glauben an ihn gelangen können. Wer sich dem Anruf des Guten stellt, tritt zugleich in die Wirklichkeit Gottes ein und erhält Anteil an seinem Sein. Nur durch die Entscheidung für das Gute kann der Mensch zu Gott aufsteigen und für seine alles umfassende Liebe offen werden. weiter...

 

Musikerfamilie Berger

Das Evangelisationsapostolat von Dr. Margarete Strauss

Interview mit Margarete Strauss

Margarete Strauss wurde als ältestes von fünf Kindern des Musikerehepaares Josef und Valentina Berger am 15. Juli 1988 in Karaganda in Kasachstan geboren. Nach der Aussiedlung der Familie im Jahr 1989 aber ist sie in Deutschland aufgewachsen. Gemeinsam mit ihren Eltern und Geschwistern macht sie von klein auf Lobpreismusik zur Ehre Gottes und hat auch eigene Lieder veröffentlicht. Neben der Musik widmet sie sich noch einem anderen Zugang zu Gott: Seit ihrem Theologiestudium und der im Jahr 2020 erfolgreich abgeschlossenen Promotion in Exegese des Neuen Testaments beschäftigt sie sich ausführlich mit der Heiligen Schrift und möchte durch ihre täglichen Bibelauslegungen auch anderen Menschen diesen Schatz zugänglich machen. Seit 2016 ist sie mit Eduard Strauss verheiratet. Gemeinsam haben sie das Ziel, am Aufbau des Reiches Gottes in der Welt mitzuwirken. Das Interview für KIRCHE heute führte Doris de Boer, Diplomtheologin, Publizistin und dreifache Mutter aus Kevelaer. weiter...

 

„Chance des Lebens“

Von Kristijan Aufiero

Es ist wieder soweit: Um einen in Deutschland, Österreich und der Schweiz nie dagewesenen Ausbau von lebensrettender Information, Beratung und Hilfe für Schwangere in Not zu ermöglichen, hat ein kleiner Kreis von großzügigen 1000plus-Förderern einen neuen Verdoppelungsfonds mit dem Titel „Chance des Lebens“ ermöglicht! Konkret haben wir Verdoppelungszusagen von insgesamt 895.971 Euro erhalten. Das bedeutet, dass alle Spenden, die bis zum 31. Dezember mit dem Stichwort „Chance“ eingehen, bis zu diesem Betrag verdoppelt werden. weiter...


[1] Johannes Hartl: Eden Culture – Ökologie des Herzens für ein neues Morgen, Herder, 1. Aufl. 2021, geb. mit Schutzumschlag, 304 S., ISBN: 978-3-451-03308-7, geb. Ausgabe Euro 24,–; eBook Euro 18,99 – Webseite: www.herder.de